„Harvie Krumpet“ (2003)

Kurzfilm / Australien / Animation / 2003

Filmkritik: In dem 23-minütigen Kurzfilm „Harvie Krumpet“ bleibt der Regisseur Adam Elliot seinem Prinzip der Clayography – Biographien mit Knete zu erzählen – treu und wurde dafür 2003 mit dem Oscar für den ‚Besten animierten Kurzfilm‘ ausgezeichnet.

Der in Polen geborene Harvie Krumpet wird in seinem Leben vom Pech verfolgt. Nach dem frühen Tod der Eltern, einem Unfall und dem diagnostizierten Tourette-Syndrom findet er trotzdem in den kleinen Ding sein persönliches Glück. 

Bereits mit seinen ersten Kurzfilmen wie „Mein Bruder“ (2000) und „Uncle“ (1996) bewies der australische Filmemacher und Animationskünstler Adam Elliot (*1972) sein Händchen für tragisch-komischen Geschichten. Mit „Harvie Krumpet“ erzählt er die gesamte Lebensgeschichte eines von Leid geplagten Mannes, der aber sein Glück trotzdem finden kann. Präsentiert wird es wie gewohnt in Knet-Stop-Motion und einem die Geschichte erzählenden Voice Over (gesprochen im Original von Geoffrey Rush (“Fluch der Karibik”-Reihe (2003-2011), „Die Wildente“ (2015)). Dabei bleibt sich Elliot seinem Stil treu, so sind die Animationen klar als seine auszumachen und auch der lakonische Humor ist wieder vorhanden. So verwundert es auch nicht, dass er für den 23-minütigen Clayography-Film auch den Oscar für den ‚Besten animierten Kurzfilm‘ auf der 75. Oscarverleihung 2003 gewann. 

Fazit: „Harvie Krumpet“ ist der vierte Kurzfilm des australischen Filmemachers und Animationskünstler Adam Elliot und überzeugt als liebenswürdige Geschichte über einen gebeutelten Außenseiter, der aber sein Glück in kleinen Dingen finden kann. Wunderbar eingesprochen von Geoffrey Rush und in gelungenem Stop-Motion umgesetzt, ist dieser Film auch 18 Jahre nach seiner Entstehung eine Entdeckung wert.

Bewertung: 8/10

Also nutzt die Chance (in englisch):

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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