„Sing – Die Show deines Lebens“ (2022)

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Filmkritik: Der Animationsfilm „Sing – Die Show deines Lebens“ (OT: „Sing 2“, USA, 2022) von Garth Jennings folgt den ausgetretenen Pfaden, den sein 2016 erschienener Vorgänger „Sing“, eine gelungene Adaption von Casting-Shows und den Träumen dahinter, bereitet hat und schildert, wie es den Helden danach weiter ergangen ist.

Der Show-Entertainer Buster Moon (im Original gesprochen von Matthew McConaughey) will nun mit seiner Crew, u.a. dem talentierten Gorilla Johnny (Taron Egerton), den Schweinen Rosita (Reese Whiterspoon) und Gunter (Nick Groll) eine neue Show auf die Beine stellen. Doch überall werden ihre Ideen abgelehnt. Als sie beim Big Boss Jimmy Crystal (Bobby Carnavale) ihre Weltraum-Show vorstellen, werden sie zunächst nicht ernst genommen und erst als Buster Moon verspricht, den sich im Ruhestand befindenden Clay Calloway (Bono) auftreten zu lassen, willigt Crystal ein. Kurz darauf wird alles für die Show vorbereitet, doch nicht nur, dass Ash (Scarlett Johansson) Clay überzeugen muss, sondern auch andere Probleme stellen sich der bunten Truppe in den Weg, wie ein zu meisternder Tanzkurs oder zu überwindende Höhenangst,.

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Der Regisseur Garth Jennings (*1972) brachte bisher u.a. die Romanadaption „Per Anhalter durch die Galaxis“ (2005) und das einfühlsame Drama „Der Sohn von Rambow“ (2007) auf die Leinwände, drehte unzählige Musikvideos und begeisterte Groß und Klein mit seinem Animationsspaß „Sing“. Unterlegt mit meist schmissigen Popsongs und eins, zwei selbst komponierten Liedern übernahm er das Prinzip von Castingshows, nur mit sympathischen Tieren, und stattete alle mit Persönlichkeiten und Hintergrundgeschichten aus. Die Rechnung ging auf und man konnte sich gut unterhalten lassen. Genau die gleiche Truppe schickt er nun wieder auf ein Abenteuer. Nach dem gleichen Rezept – die Geschichten der Tiere werden weiter ausgebaut und man verfolgt das Schicksal von Casting-Teilnehmer:innen – kommen sie in nach Redshore City, eine Glitzstadt á la Las Vegas, und versuchen da trotz diverser Widerstände eine Bühnenshow auf die Beine zu stellen, damit sie endlich auch von ihrem Talent leben können. Zusätzlich passieren viele Geschichte wie nebenbei. So verliebt sich der schüchterne Elefant und die Schweinedame lernt, sich auch außerhalb ihrer Familie zu behaupten. All das wurde wieder in schönen, stimmigen 3D-Animationen aus dem Hause Illumination umgesetzt und mit vielen Popsongs und ein paar Klassikern unterlegt. Überraschungen gibt es im erzählerischen Verlauf wenige. Es werden sogar einige Klischees, wie das Bild des bösen Wolfes, benutzt, aber trotzdem kann man sich auch von der Performance der Songs hier gut unterhalten lassen, wenn auch mehr die kleinen als die großen Zuschauer:innen. 

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Fazit: „Sing – Die Show Deines Lebens“ ist die Fortsetzung des Films „Sing“ aus dem Jahr 2016. Aus der Hand des gleichen Regisseurs Garth Jennings wird hier die Geschichte der tierischen Truppe weitererzählt. Dabei geht es darum, wie man in der Showbizz-Welt was erreichen kann und gleichzeitig wurden die persönlichen Geschichten weitergesponnen. Die Optik der 3D-Animationen ist weiterhin gefällig und auch die Songs gehen wieder ins Ohr. So begeistert er vor allem kleine Zuschauer:innen und erzählt solide die Geschichte der Musik-Underdogs weiter.

Bewertung: 6/10

Kinostart: 20. Januar 2022 / DVD-Start: 30. Juni 2022

Trailer zum Film „Sing – Die Show deines Lebens“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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