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Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016
Filmkritik: Dem 47-minütigen Kurzfilm “Z-Office” von Douglas Stahl sieht man die Liebe zu Horror-Zombie-Komödien an. Die Elemente hat der Regisseur Douglas Stahl in seinem Abschlussfilm mit Retro-Charme und deutscher Arbeitswelt zusammen verschmolzen, welcher auf der 5. Genrenale 2017 Weltpremiere feierte.
Karl (Nikolai Will) arbeitet seit 14 Jahren in seinem geliebten, monotonen Job. Auf einmal wird er entlassen und soll durch einen Computer ersetzt werden. Lilly (Alexandra Schiller) soll ihm beim Übergang helfen. Als auf einmal die Zombieseuche ausbricht, geht es nicht mehr nur darum, um den Arbeitsplatz zu kämpfen. Karl, Lilly und der ständig prokrastinierende Kollege Fred (Klaus Thiel-Klenner) wappnen sich für den Kampf.
Seit dem großartigen „Shaun of the Dead“ (2004) von Edgar Wright sind Zombie-Komödien sehr beliebt. Auch der deutsche Genrefilm nahm sich dieses Themas schon öfters an. Beispiele dafür sind der besonders schlechte YouTubler-Film „Kartoffelsalat“ (2015) und der solide gemachte „Die Nacht der lebenden Looser“ (2004). Der Regisseur Douglas Stahl und seine Crew springen auf den Zug auf und bringen die Zuschauer ins Jahr 1986 (witzigerweise das Geburtstagsjahr des Regisseurs). Mit viel Freude wurden die Sets ausgestattet, alle Klischees über Büroangestellte ausgegraben und mit Zombiehumor kombiniert. Auch wenn nicht jeder Gag zündet, kann „Z-Office“ gut unterhalten und zeigt wunderbar die Liebe zu diesem Projekt. Hinzu kommt, dass die drei Hauptdarsteller ihre Sache sehr gut machen und vollkommen in ihre Rolle schlüpfen. Das ergibt ein stimmiges Bild, auch wenn die ein oder andere zeitliche Straffung und ein bisschen weniger Slapstick den Film noch besser abgerundet hätten. Man kann auf jeden Fall gespannt sein, wie es mit den deutschen Zombiekomödien und mit dem Jungregisseur Stahl weitergeht.
Bewertung: 6/10
Der Trailer des Kurzfilms „Z-Office“:
geschrieben von Doreen Matthei
Quellen:
- 5. Genrenale 2017 – Programmheft
- Podcast – Interview mit Douglas Stahl
2 Gedanken zu “„Z-Office“ (2016)”