“Estate” (2016)

Kurzfilm / Frankreich, Belgien / Fiktion / 2016

Filmkritik: Der in Italien geborene Filmemacher Ronny Trocker schuf auf Grundlage einer Fotografie des Fotografen Juan Medina von 2006 einen packenden Kurzfilm, der ohne Worte eine enorme Aussagekraft besitzt.

Der Kurzfilm “Estate”, der im Wettbewerb der Berlinale und im Internationalen Wettbewerb auf dem 29. Dresdner Filmfest 2017 lief, erzählt die Geschichte von einem sonnigen Tag am Mittelmeerstrand. Alle Menschen gehen ihren üblichen Beschäftigungen nach und bemerken den am Boden knienden und erschöpften Mann dabei nicht.

Obwohl seit der Aufnahme des Bildes über zehn Jahre vergangen sind, besitzt das Thema des Bildes immer noch größte Aktualität. Der sichtbare Kontrast zwischen dem Flüchtling und den Urlaubern auf der Fotografie übernimmt der in Belgien arbeitende Regisseur Ronny Trocker in seinem Kurzfilm auf und verschärft ihn. Er wählt für seine Geschichte eine besondere Darstellungsart. Alle Protagonisten sind wie festgefroren und werden in ihrem Treiben von der beweglichen Kamera festgehalten. So ergründet diese Stück für Stück die Szenerie, so dass dem Betrachter das ganze Ausmaß erst nach und nach klar werden kann. Diese filmische Art betont die einschneidenden Erlebnisse die Europa erschüttert haben und gibt dem Film eine enorme Spannungskurve, die den Zuschauer fesseln kann. Im Gesamten ist der französisch-belgische Kurzfilm gut gemacht und packend inszeniert und ein guter Beitrag zu wichtigen gesellschaftsrelevanten Fragen.

Bewertung: 7/10

Der Trailer zum Kurzfilm:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu ““Estate” (2016)

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