“Orange is the New Black” (Staffel 3, 2015)

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Serienkritik: Die amerikanische Serie “Orange is the New Black” führt ihr Erfolgskonzept, mit welchem sie sich seit der ersten Staffel (2013) etabliert hatte, ungebrochen fort. Nachdem die Zuschauer am Ende der zweiten Staffel  erleichtert aufatmen konnten, werden in der nun folgenden Staffel die Gefängnisstrukturen kräftig aufgewirbelt.

In den 13 Folgen der dritten Staffeln werden die Auswirkungen der Privatisierung von Lychfield sichtbar. Neue, unerfahrene Wächter werden eingestellt, zudem wird an vielen Ecken gespart und ein neuer Wind weht, vor allem für die alteingesessenen Angestellten. So fühlt sich Healy (Micheal Harney) von der neuen Kollegin Berdie Rogers (Marsha S. Blake) bedroht. Auch unter den Gefangenen gibt es Ärger, da nur für wenige Auserwählte der neue, gut bezahlte Job möglich ist. Das Nähen von Dessous bringt Piper (Taylor Schilling) auf kriminelle Ideen und auch die neue Gefangene Stella (Ruby Rose) lässt ihre moralische Bedenken immer weiter verschwinden. Aber nicht nur Piper schart eine Gruppe um sich, sondern auch Norma (Annie Golden), die eine Art Sekte gründet hat, sowie Crazy Eyes (Uzi Aduba) die durch einen von ihr verfassten pornographischen Roman plötzlich von vielen verehrt wird. So führen die ganzen Umstrukturierungen zur Verlagerung der Kräfte, welche am Ende Opfer fordern wird.

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Von Beginn an hat die Serie international viel Aufmerksamkeit bekommen. Beim Start der dritten Staffel gab es schon diverse Nominierungen für Crew und Cast und es wurden einige Preise an die Serie und ihre Darsteller verliehen, so erfreut  sie sich nicht nur bei Fans, sondern auch bei Kritikerin an Beliebtheit. Nach der Idee von Jenji Kohan und dem autobiographischen Roman von Piper Chapman wird die ganze Geschichte in Lychfield weitergesponnen und entwickelt. Neue Freundschaften, Liebschaften und Entwicklungen geben den Charakteren immer mehr Profil. Auch einige starke Wandlungen, wie die der Hauptheldin selber, kommen überraschend und verlagern Kräfte und auch Sympathien. Trotzdem steht Piper weiterhin nicht im Vordergrund, wie auch schon in der zweiten Staffel, sondern die Serie lebt gerade von ihrer Vielfalt und schafft es mühelos neue Charaktere einzuweben. Besonders angenehm ist der veränderte Schwerpunkt. So muss die Bedrohung nicht nur immer von einer Einzelperson ausgehen, sondern kann auch von einer Institution oder aus zu starker Mutterliebe heraus entstehen. Dies macht die amerikanische Serie so abwechslungsreich und überraschend. Dabei bleibt sie ihrem Stil und Look treu. So kann man an der dritten Staffel nichts aussetzen, liefert sie doch gleichbleibend gute Unterhaltung, die den Zuschauer in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt.

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Fazit: Die dritte Staffel mit ihren 13 Folgen macht wie die vorherigen Staffeln alles richtig. Durch die Veränderungen in der Gefängnisverwaltung erweitern sich die Geschichten auch immer mehr auf die Schicksale der Wärter und geben zusätzlich allen liebgewonnenen Charakteren mehr Tiefe. Mit neuen Gefangenen, neuen Tätigkeitsfeldern und frischen Erzählsträngen saugt die Serie den Betrachter ein, so dass man es kaum erwarten kann, die vierte Staffel zu beginnen.

Bewertung: 5/5

Der Trailer zur 3. Staffel von “Orange is the New Black”:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Wikipedia zu “Orange is the New Black”

 

Unsere Kritiken zu den anderen Staffeln der Serie:

 

 

3 Gedanken zu ““Orange is the New Black” (Staffel 3, 2015)

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