“Orange is the New Black” (Staffel 2, 2014)

Spoiler-Warnung: Wenn man die erste Staffel noch nicht kennt, könnte diese Kritik Spoiler enthalten.

© Netflix

Serienkritik: Wenn die erste Staffel einer Serie, wie im Fall von “Orange is the New Black” vom Publikum sehr positiv aufgenommen wird, ist es oft schwierig, diese ohne Einbuße erfolgreich fortzuführen. Doch die im Jahr 2014 produzierte zweite Staffel der amerikanischen Frauenknast-Serie liefert eine konsistente Weiterentwicklung, gute Unterhaltung und anhaltende Spannung.

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Nachdem Piper Chapman (Taylor Schilling) für sich Unvorstellbares getan hat, wird sie nach Chicago überführt, um gegen den Mafiosi Kubra aussagen. Doch ihre Ex-Geliebte Alex (Laura Prepon) bittet sie zu lügen. Aber diese hält sich selber nicht dran und so kommt sie frei und Piper wird zurück nach Lychfield gebracht. Dort ist mittlerweile die neue Gefangene  Yvonne ‚Vee‘ Parker (Lorraine Toussaint) dabei, das Gefängnis zu übernehmen, in dem sie die Gruppe der Afroamerikaner um sich schart und ein Zigaretten- und Drogengeschäft aufbaut. Doch hat sie nicht mit der Gegenwehr von Red (Kate Mulgrew) und ihre Leuten gerechnet. So verwandelt sich das Gefängnis immer mehr in einen Kriegsschauplatz, welches zusätzlich von der Direktorin Natalie Figueroa (Alysia Reiner) runtergewirtschaftet wird.

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In der zweiten Staffel mit 13 Folgen führt die Serienmacherin Jenji Kohan die Geschichte um Piper Chapman und die anderen Gefangenen des Lychfield Gefängnisses weiter. Dabei bekommen alle Charaktere der Gefangenen und Wächter durch Rückblenden und Szenen außerhalb der Gefängnismauern mehr Tiefe. Klug haben sich die Serienmacher in der ersten Staffel genug Material aufgespart und auch am Ende der zweiten Staffel sind noch nicht alle Geschichten erzählt. In allen Folgen gibt es immer nur kurze Einblicke in die Vergangenheit. Dadurch wachsen einem viele Charaktere noch mehr ans Herz. Aber die Storymacher sind so klug, dass sie es dabei nicht belassen, sondern auch eine Figur erschaffen, die viel Böses und Abstoßendes vereint. So gibt es in der zweiten Staffel nicht nur eine Perspektivverschiebung (weg von Piper hin zu allen anderen Charakteren), sondern auch einen ersten richtigen Nemesis. Diese Figur gibt der Geschichte viel Spannung. Jede Folge wird zudem noch durch unzählige Nebenstränge aufgefüllt. so dass man mit jeder einstündigen Episode tiefer in Lychfield eintaucht. Auch in dieser Staffel bauten die Autoren leise aber hörbare Kritik an der Gesellschaft ein und zeigen die Schwächen des Rechtssystems auf. Jede der Folgen ist unterhaltsam, spannend und emotional. Getragen wird das Ganze von dem hervorragenden Ensemble. Sie füllen ihre Rolle so gut aus, dass man sich kaum vorstellen kann, sie jemals wieder in einer anderen Rolle zu sehen. Hinzu kommen der ungeschönte Look, die authentischen Locations und die passende Musikuntermalung. Im Gesamten ist die zweite Staffel genauso gut wie die 13 Folgen der ersten Staffel und machen große Lust auf mehr.

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Fazit: Die zweite Staffel der amerikanischen Netflix-Serie “Orange is the New Black” knüpft erfolgreich und mühelos an die erste Staffel an. Mit einem erstmals eingebauten Nemesis und einer neuen emotionalen Situation für Piper sowie vielen Nebensträngen kann sie die Spannung halten und die Zuschauer noch mehr an die schon liebgewonnenen Charaktere binden. Am Ende der Staffel kann man es gar nicht erwarten, wie es weitergeht.

Bewertung: 5/5

geschrieben von Doreen Matthei


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3 Gedanken zu ““Orange is the New Black” (Staffel 2, 2014)

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