“Elementary” (Staffel 5, 2016)

Serienkritik: Die Sherlock-Holmes-Serie “Elementary” bleibt sich auch in der fünften Staffel, erschienen 2016, treu und verknüpft teils außergewöhnliche Fälle mit dem Privaten der beiden Detektive und einem roten Strang, der sich diesmal mit Bandenkriminalität beschäftigt.

Sherlock Holmes (Jonny Lee Miller) und seine Partnerin Joan Watson (Lucy Liu) gehen ihrem Geschäft weiter nach, bei dem sie nicht nur Fälle von Privatkunden annehmen, sondern auch oft eng mit der New Yorker Polizei zusammenarbeiten. Gemeinsam mit Captain Thomas Gregson (Aidan Quinn) und Detective Marcus Bell (Jon Michael Hill) lösen sie viele Fälle. Das Auftauchen eines alten Patienten und Kriminellen wirbelt Joans Leben durcheinander. Sie möchte dem Ex-Knacki Shinwell Johnson (Nelsan Ellis) helfen und überlegt, ob sie ihn ebenfalls als Detektiv ausbilden sollte. Doch dieser entscheidet sich lieber dafür seine ehemalige Gang als Informant auszuspionieren.

Die fünfte Staffel, ebenfalls unter der künstlerischen Leitung von Robert Doherty entstanden, welcher schon bei einigen Serien mitgewirkt hat, bleibt sich im Kern treu. In jeder Folge wird ein neuer Fall aufgerollt, welcher meist spannend, aber nie allzu vertrackt ist, wie man es aus manch anderer Detektivserie kennt. Hinzu kommt, dass man die Charaktere mittlerweile lieb gewonnenen hat und so vor allem das Private und deren Einzelstränge (so auch von den Nebenfiguren) interessieren. Der rote Faden der fünften Staffel baut sich um den Ex-Gefängnisinsassen Shinwell herum auf. Dieser will seine alte Bande, die Gewalt und Drogen verteilt, unterlaufen. So beschäftigten sich viele Episoden mit Shinwell, seinen Motiven, seiner Vergangenheit und seinen neuen Gangaktivitäten. Dies ist dabei recht typisch angelegt und führt zu der ein oder anderen Länge in der Serie. Zwar wird Shinwell gut gespielt von Nelsan Ellis, den man auch schon in der Serie “True Blood” (2008-2014) gesehen hat, aber ihm fehlt das Charisma anderer Nebencharaktere, wie beispielsweise Vater oder Bruder Holmes oder Kitty Winters. Das macht die fünfte Staffel im Gesamteindruck schwächer, aber sie kann trotzdem gut unterhalten, vor allem wenn es sich dann wieder mehr um Sherlock und Watson und ihre Fälle dreht. Auch in dieser Staffel fangen Jonny Lee Miller (gesehen auch in “Trainspotting” (1996) und “Dexter” (2010)) und Lucy Liu (“Ally McBeal” (1998-2002) und “Kill Bill Vol.1” (2003)) ihre Charaktere mit der richtigen Mischung aus Menschlichkeit und detektivischem Spürsinn ein. Ihnen sowie den Polizeibeamten bei dem Lösen der Fällen zuzusehen, bereitet Freude und bietet leichte bekömmliche Unterhaltung. Im Gesamten enttäuscht auch die fünfte Staffel der amerikanischen Serie “Elementary” mit ihren 24 Folgen nicht, sondern kann souverän die Zuschauer unterhalten.

Fazit: In der fünften Staffel der Sherlock-Holmes-Serie “Elementary” geht es gewohnt weiter. Ein roter Faden über Bandenkriminalität hält alles zusammen und umschließt Einzelfälle und auch die Charakterentwicklung der inzwischen liebgewonnenen Detektive Holmes und Watson, welche sich mittlerweile weit von der Vorlage entfernt haben. So ist die Serie zwar fest in einem typischen Crime-Genre verhaftet, kann sich aber durch Nuancen von der Masse absetzen, was vor allem an den beiden Hauptdarstellern liegt, und damit wunderbare Unterhaltung bietet.

Bewertung: 4/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle:

4 Gedanken zu ““Elementary” (Staffel 5, 2016)

  1. Ich liebe diese Serie. Ein etwas anderer Sherlock, geniale Fälle, brauchbare rote Fäden und das Watson eine Frau ist, passt hier irgendwie recht gut hinein.

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