„Love, Dad“ (2021)

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Filmkritik: Der Animationsfilm ist ein geeignetes Medium, um auch sehr persönliche Geschichte zu erzählen und auch um vergangene Ereignisse aufzuarbeiten. So erzählt die Filmemacherin Diana Cam Van Nguyen in ihrem Kurzfilm „Love, Dad“, der auf dem 64. DOK Leipzig die ‚Silberne Taube im Wettbewerb um den Publikumspreis‘ gewonnen hat, von sich und ihrem Vater.

Als sie jung war, musste der Vater für einige Zeit ins Gefängnis. In dieser Zeit schrieb er seiner Tochter viele Briefe und es entstand ein warmherzige Bindung. Als ihr 15 Jahre später die Briefe in die Hände fallen, reflektiert sie diese Zeit. 

Mit dem 13-minütigen Kurzfilm machte die junge Filmstudentin an der FAMU ihren Abschluss. Dank einer öffentlichen Förderung konnte sie mit einem größeren Team die Geschichte von sich und ihrem Vater realisieren. Mit viel Offenheit spricht sie über ihr Verhältnis und analysiert die Zeit. Dabei geht sie ihren Gefühlen nach und versucht sich gleichzeitig in ihren Vater hineinzuversetzen. Die Off-Stimme, gesprochen von Le Hoai Trung, begleitet die Bilder, welche aus einem bunten Mix verschiedener Animationsstile bestehen. Im Vordergrund stehen die Briefe. Daher arbeitete die Animationskünstlerin mit Papieranimationen, fügt aber auch andere Arten wie Rotoskopie oder 2D-Animationen hinzu. Zudem kreiert sie Fotos und Filmaufnahmen aus ihrer Vergangenheit, die nicht existierten, in dem sie Live-Action-Aufnahmen einbaut. So entstand ein rundum gelungener, warmherziger Film, der definitiv neugierig macht auf weitere Arbeiten der Filmemacherin Diana Cam Van Nguyen.

Fazit: Der Kurzfilm „Love, Dad“ von Diana Cam Van Nguyen erzählt eine Geschichte von Vater und Tochter und findet dabei nicht nur die richtigen offenen Worte, sondern auch einen gelungenen Animationsstil aus verschiedenen Gestaltungsarten und eingebauten Live-Action-Aufnahmen.

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Film „Love, Dad“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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