„Friends“ (2019)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2019

Filmkritik: Der Animationskünstler und Regisseur Florian Grolig erzählt in seinem Kurzfilm „Friends“, der u.a. auf dem 32. Filmfest Dresden 2020 lief, von einer schwierigen Freundschaft und illustriert das mit minimalistischen Bildern.

 

Ein kleiner Mann hat einen neuen Freund. Es ist ein Riese und so ist es schwer, ihn in seinem Dorf vorzustellen, doch das hält die beiden nicht davon ab.

In nur acht Minuten erzählt der Filmemacher und Animationskünstler Florian Grolig, Regisseur von Filmen wie „In the Distance“ (2015), eine Geschichte über Freundschaft. Es geht dabei um Unterschiede zwischen Freunden und ob das die Stärke einer Freundschaft ist oder zu einem Graben zwischen beiden führt. Dabei wählt der Regisseur, der auch das Drehbuch schrieb, hier eine extreme Variante. So sieht man vom großen Freund meistens nur einen Fuß, dessen Zeh genauso groß ist wie der kleine Freund. Das führt natürlich zu allerhand Problemen und findet am Ende doch eine mögliche Antwort auf die gestellten Fragen. Zudem lässt es ein fantasievolles Erzählen zu, indem ein Zeh ebenso viele Emotionen wie ein ganzer Mensch zeigen kann. So ist der Kurzfilm ein gelungenes Animationsfilm-Kleinod, das auf ungewöhnliche Weise von Freundschaft erzählt.

Fazit: „Friends“ von Florian Grolig ist ein gelungener Animationsfilm über Freundschaft zwischen einem Riesen und einem kleinen Mann, bei dem die starken Zeichnungen die Geschichte ohne Worte tragen.

Bewertung: 7/10

Den Kurzfilm „Friends“ hier anschauen:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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