„Here there be monsters“ (2018)

Kurzfilm / Australien / Fiktion / 2018

Poster des Kurzfilms „Here there be monsters“

Filmkritik: In der ‘Shock Block’-Reihe auf dem 20. Landshuter Kurzfilmfestival lief der Kurzfilm „Here there be monsters“ aus der Hand des australischen Regisseurs Drew MacDonald, der wunderbar Coming-of-Age, Mobbing-Geschichte und Monsterhorror miteinander kombiniert und ganz wie nebenbei fragt, wer die wahren Monster sind.

Die 13-jährige Elki (Savannah McDaniel) fährt immer mit dem Schulbus nach Hause. Dabei wird sie oft gehänselt. Diesmal schläft sie erschöpft im Bus ein und erwacht erst nachts und ist in dem geparkten Fahrzeug eingesperrt. Doch nicht nur das, sie scheint nicht allein zu sein, denn draußen in der Dunkelheit lauert etwas auf sie.

In seinem dritten Kurzfilm erzählt der australische Regisseur und Drehbuchschreiber Drew MacDonald von alltäglichen Monster und Horrorfantasien. Elki ist das perfekte Abbild eines Mädchens, das ganz ohne Grund zu einem Mobbingopfer wird. Der Zuschauer ist sofort auf ihrer Seite und ist schockiert über die Dreistigkeit der Täter. Auf diese Weise schafft es der Regisseur ein Grauen zu erzeugen, sodass man alle kommenden Geschehnisse mit einem ‘Auch das noch’-Gefühl als Zuschauer wahrnimmt. Das macht diesen Film so intensiv und spannend. Auch wenn bestimmt nicht jeder Zuschauer das Ende in seiner letzten Konsequenz unterstützen würde, zeigt es doch wunderbar die Kraft und Wut, die solche Ereignisse in einem jungen Mädchen auslösen können. So ist der Film ein eindringlicher Appell gegen Mobbing und gleichzeitig liefert er eine klassische, überzeugende Monstergeschichte. Diese Wirkung wird unterstützt durch die handgemachten Effekte und das überzeugende Kostüm. Mit der richtigen Wahl der Locations, dem guten Musik- und Sounddesign fängt es die Atmosphäre wunderbar ein. Das man den Film aber nicht nur spannend findet, sondern auch mitfühlt, verdankt der Film seiner großartigen Jungdarstellerin Savannah McDaniel, die hier in ihrem ersten Horrorfilm spielt. Sie schafft es, der Zerbrechlichkeit, Hilflosigkeit genauso ein Gesicht zu geben, wie ihrem Überlebensinstinkt und starken Aufbegehren. So ist der fast 15-minütige Kurzfilm „Here there be monsters“ ein gelungener Mash-Up-Film, der es emotional und spannungstechnisch schafft, die Zuschauer zu packen.

Savannah McDaniel & Toby Barron

Fazit: Drew MacDonalds Debüt-Kurzfilm „Here there be monsters“, für den er auch das Drehbuch schrieb, überzeugt mit seiner eindringlichen Geschichte zwischen Horror und Coming-of-Age. Er schafft es mühelos die Balance zu halten und dank der hervorragenden Schauspielerwahl auch die Zuschauer sofort emotional an das Schicksal der Hauptprotagonistin zu binden. Abgerundet wird der Film von einem großartigen Setting, überzeugenden Effekten und einem eindringlich Sound.  

Bewertung: 8,5/10

Geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„Here there be monsters“ (2018)

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