„Oneself Story“ (2018)

Kurzfilm / Belgien / Dokumentation / 2018

Filmkritik: Der belgische Animationsfilm „Récit de Soi“ (ET: „Oneself Story“), gesehen auf dem ‚Open Air‘ des 32. Filmfest Dresden, erzählt aus einem persönlichen Standpunkt heraus eine universelle Geschichte über das Finden der eigenen Identität speziell, wenn sie an Geschlechterrollen geknüpft ist.

In ihrem nur fünfminütigen Kurzfilm fängt die belgische Filmemacherin Géraldine Charpentier, auf Grundlage eines persönlichen Interviews mit ihrem Mitbewohner, sehr gut ein, wie es sich anfühlt, sich nicht einem Geschlecht zugehörig zu fühlen. Mit viel Offenheit erzählt er von einigen früheren Erfahrungen, von dem Umgang mit Kleidung und wie es sich anfühlte, als sich der Körper immer mehr entwickelte. Unterstützt wird das gesprochene Wort wunderbar von den 2D-Animationen, welche auch mit verschiedenen Animationsstilen bereichert werden, die Charpentier dafür geschaffen hat. Zusammen ergeben die Bilder und der Off-Kommentar ein einfühlsames Portrait, welches jungen ZuschauerInnen eine andere Perspektive bei ihrer Entwicklung geben kann und welches sich so auch u.a. für den Schulbetrieb eignet, da es sich wunderbar mit einem wichtigen Thema auseinandersetzt.

Fazit: In ihrem nur fünfminütigen Animationsfilm „Récit de Soi“ portraitiert Géraldine Charpentier ihren Mitbewohner Lou und damit stellvertretend viele junge Menschen, welche mit einer Geschlechterunsicherheit zu kämpfen haben. Sie fängt mit stimmigen Bildern seine Geschichte sowie ein schönes Portrait ein und leistet damit einen gelungenen Beitrag zum Gender-Thema.

Bewertung: 7,5/10

Überzeug Dich selbst vom Kurzfilm „Oneself Story“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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