„Der Film vom Propellermann“ (2020)

Kurzfilm / Schweiz / Fiktion / 2020

Filmkritik: Die Abschlussarbeit von Johannes Bachmann ist der Kurzfilm „Der Film vom Propellermann“, zu sehen u.a. auf den 31. Bamberger Kurzfilmtagen und dem 21. Landshuter Kurzfilmfestival, ist ein gelungenes komödiantisches Spiel mit Filmstilen und fängt gleichzeitig die Hürden des studentischen Filmemachens ein.

Claudius (Johannes Bachmann) hat die Deadline für seinen Abschlussfilm fast erreicht. Während immer wieder neue Probleme auftauchen, setzt er alles daran seinen Film über einen Propellermann (Julian Boine), der durch einen Hut fliegen lernt, final umzusetzen.

Der schweizer Regisseur und Drehbuchautor Johannes Bachmann (*1992), der bisher mit seinem Drama „Stilles Land Gutes Land“ (2018) aufgefallen ist, wechselt in seinem Abschlussfilm das Genre und erzählt eine Komödie mit einer eingebauten Metaebene. Die Idee für den eigentlichen Film stand zuerst im Raum und erst später kam die Idee dazu, den Film im Film zu realisieren und so eine realitätsnahe Rahmenhandlung zu schaffen. Hier stehen zwei Geschichten in einem starken Kontrast zueinander. Zum einen sehen wir die Fantasy-Geschichte mit Spezialeffekten, Pathos und allem Drum und Dran. Dies Szenen wurde mit vielen Menschen und im Scope-Format realisiert. Dagegen steht die Rahmenhandlung, in der der Regisseur selbst den geplagten Filmstudenten spielt. Hier erzählt er beinahe dokumentarisch mit einem kleinen Team und im 16:9-Format von den Sorgen und Bemühungen des Filmstudenten. Die beiden Teile der Geschichte gehen dabei wunderbar Hand in Hand und zeigen das Spektrum des Filmemachers genauso wie die Verwendung unterschiedlicher Stile und wie wunderbar wohltuend Humor (auch ein wenig auf eigene Kosten) sein kann. Rundherum ist Bachmann ein leichtfüßiger Abschlussfilm gelungen, der sein Œuvre erweitert hat, so dass man gespannt sein kann, wie es bei ihm nun weitergehen mag.

Fazit: Der Kurzfilm „Der Film vom Propellermann“ ist der Abschlussfilm des schweizer Filmemachers Johannes Bachmann, der hier seine komödiantische Seite unter Beweis stellt und hervorragend mit den verschiedenen Arten, Filme zu realisieren, spielt, und blickt dabei authentisch, aber humorvoll auf seine Zeit als Student zurück. 

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Der Film vom Propellermann“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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