„This Is Us – Das ist Leben“ (Staffel 2, 2018)

Serienkritik: Die amerikanische Serie „This Is Us – Das ist Leben“ war mit ihrer ersten Staffel international erfolgreich, konnte Preise gewinnen und hohe Einschaltquoten erzielen. Aus der Hand des Serienmachers Dan Fogelman folgte 2018 die zweite Staffel mit wieder 18 Folgen und erzählt die Geschichte der Familie Pearson weiter.

Nachdem Kevin (Justin Hartley) von sich selbst aus in den Entzug gegangen ist, muss nicht nur er lernen wie ein Leben ohne Drogen aussieht, sondern die ganze Familie muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. So muss seine Zwillingsschwester Kate (Chrissy Metz), die kurz vor ihrer Hochzeit mit Toby (Chris Sullivan) steht, immer noch den Verlust ihres Vater Jack (Milo Ventimiglia) überwinden, an dessen Tod sie Schuld zu haben glaubt, als vor 19 Jahren das Familienhaus abbrannte. Seit diesem Tag ist auch das Verhältnis zu ihrer Mutter Rebecca (Mandy Moore) nicht mehr so gut, die sich mit Miguel (Jon Huertas) ein neues Leben aufgebaut hat. Randall (Sterling K. Brown), der adoptierte dritte Bruder, hat sich ein Stück weit von seinen Ängsten lösen können, denn mit der Kündigung und dem Entschluss Pflegevater zu werden, kommt neuer Schwung in sein Leben, spätestens als die junge Deja (Lyric Ross) vor der Tür steht. 

Milo Ventimiglia, Lonnie Chavis, Mackenzie Hancsicsak, Mandy Moore und Parker Bates

Die zweite Staffel der amerikanischen Drama-Serie „This Is Us“ aus der Hand von Dan Fogelman (Drehbuchautor u.a. von „Cars“ (2006), „Crazy Stupid Love“ (2011) und „Last Vegas“ (2013)), geht genauso gefühlvoll weiter, wie die erste Staffel nach 18 Folgen geendet hat. Sie beschäftigt sich dabei mit vielen Problemfeldern gleichzeitig und kann sie mit ihrer Bandbreite an Figuren abdecken, obwohl sich natürlich auch die ZuschauerInnen die ganze Zeit der dramatischen Überhöhungen bewusst sind. Denn hier kommt viel Elend aufeinander. So geht es in der zweiten Staffel um elterliche Verantwortung, Fürsorge für ein (unwilliges) Pflegekind, sich selbst zu finden, abseits von Drogen, Beruf oder Essen, Schuldgefühle und eine problematische Schwangerschaft. Jede der 18 Folgen ist gefüllt mit dramatischen Überraschungen, einem Übermaß an Gefühlen und schmerzhaften Szenen. Doch es funktioniert genauso hervorragend, wie in der ersten Staffel. Das liegt zum einen daran, dass man sich als ZuschauerIn dieser Serie von Anfang darauf einließ und vielleicht auch das ein oder andere Soap-Opera-Herz dafür schlägt, obwohl hier alles etwas geerdeter und ernsthafter ist. Zum anderen verdankt die Serie ihren Sogcharakter den gut ausgearbeiteten Figuren, welche von einem wunderbaren Cast getragen werden. Auch die stetigen Rückgriffe auf die Geschichte der Eltern mit den drei Geschwistern als Kinder sind äußerst gelungen. So verbindet der Serienmacher Dan Fogelman immer wieder aktuelle Begebenheiten mit früheren Ereignissen und vertieft die Charaktere. So bindet man sich schnell an die Geschichte, nimmt jede Wendung gerne mit und ist auch gern bereit der Familie Pearson noch eine Weile zu begleiten.

Justin Hartley, Chrissy Metz und Sterling K. Brown

Fazit: Die zweite Staffel von „This Is Us“ machte da weiter, wo die 18 Folgen der ersten Staffel endeten. Sie bleibt dabei ihren Figuren, der Erzählstruktur, welche immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt, und auch ihren zahlreichen dramatischen Höhepunkten treu. So leidet und fühlt die gewillte ZuschauerIn mit allen Höhen und Tiefen mit und begleitet die große Familie mit ihren vielen verschiedenen Charakteren gern auf ihrer Reise. 

Bewertung: 4/5

Trailer zur Staffel 2 der Serie „This Is Us – Das ist Leben“:

geschrieben von Doreen Matthei

Weitere Staffeln der Serie „This Is Us – Das ist Leben“ in der Testkammer:

Quellen:

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