„Spider-Man: No Way Home“ (2021)

Filmkritik: Der mittlerweile 27. Film aus dem Marvel Cinematic Universe ist der dritte Spiderman-Film – „Spider-Man: No Way Home“ (OT: „Spider-Man: No Way Home“, USA, 2021) – mit Tom Holland in der Hauptrolle, der auf ganz charmante Weise und als absoluter Fan-Pleaser Bezug auf die Vorgänger-Reihen wie die Trilogie von Sam Raimi nimmt und damit einen Volltreffer landet.

Nachdem Mysterio die Identität von Peter Parker als Spider-Man (Tom Holland) entlarvt hat, ist sein Leben und das seiner Freunde MJ (Zendaya) und Ned (Jacob Batalon) nicht mehr dasselbe. So macht sich Peter auf zu Dr. Strange (Benedict Cumberbatch) und bittet ihn um einen Zauber, der die Menschen vergessen lässt, wer er ist, denn nur so scheint ein normales Leben an einer Uni seiner Wahl möglich zu sein. Doch der Zauber geht schief und durch diverse Portale treten alte Feindes Spider-Mans wieder auf. So steht sich der neue Peter auf einmal Octavius (Alfred Molina) und Osborn (Willem Dafoe) gegenüber und muss einen Kampf kämpfen, der nicht seiner ist.

Tom Holland und Benedict Cumberbatch

Die bekannten Comic-Helden aus den Marvel- und DC-Universen werden immer wieder filmisch oder auch in Serien neu aufgelegt. Vor allem die Figuren Spider-Man, Superman und Batman traf es dabei oft. Dass das MCU natürlich auch den jungen Helden, der von einer Spinne gebissen wurde, zu sich ins Haus holt, ist selbstverständlich. Doch nicht das: Dieser dritten Teil von Spider-Man ist eine direkte Hommage und nimmt Bezug zu den vorhergehenden Werken. Während auf „Spider-Man: A New Universe“ nur angespielt wird, werden aus der Trilogie von Sam Raimi („Spider-Man“ (2002), „Spider-Man 2“ (2004) und „2007: Spider-Man 3“ (2007)) und den beiden Filmen mit Andrew Garfield („The Amazing Spider-Man“ (2012), „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ (2014)) des Regisseurs Marc Webb viele Figuren integriert. Die Verknüpfung dieser verschiedenen Spiderman-Universen macht „No Way Home“ zu einem ganz besonderen Film und zu einem enormen Fan-Pleaser. Wunderbar ist es auch, die beiden früheren Helden, gespielt von Tobey Maguire und Andrew Garfield, noch einmal im Einsatz zu sehen. Zudem schafft es der Film die Geschichte um den jungen Peter Parker weiter zu erzählen und gibt auch den Nebencharakteren genug Luft und Profil. Zudem beschäftigt er sich mit der Frage, was einen zu einem bösen Menschen macht. Denn in den bisherigen Gegnern von Spider-Man schlummert oft ein dramatischer oder trauriger Background, so dass diese nie grundlegend böse waren. Abgerundet wird das Ganze noch von den Auftritten von Dr. Strange. Die Szenen sind geprägt von amüsanten Spitzelleien der beiden und fantastischen Aufnahmen. 

Zendaya und Tom Holland

Im Allgemeinen ist der Film eine visuelle Wucht. Ganz im Sinne des MCU-Universum wird das Spiel mit Universen, Durchgängen und magischen Elementen genauso gut eingefangen wie die actiongeladenen, aber nie langweiligen Kämpfe. Dabei werden auch hier amüsante Bonmots genauso eingestreut, wie auf sprachlicher Ebene der Humor nicht zu knapp kommt. Herausragend ist der Cast. Für diesen Film haben sich viele große Namen versammelt: Willem Dafoe („Platoon“ (1986), „Tiefseetaucher“ (2004), „The Florida Project“ (2017)), Jamie Foxx („Ray“ (2004), „Robin Hood“ (2019)), Alfred Molina („Frida“ (2002)), Rhys Ifans („Notting Hill“ (1999), „Elementary“ (2013-2014)), Tobey Maguire („Gottes Werk & Teufels Beitrag“ (1999)) und Andrew Garfield („Silence“ (2016), „Tic Tic Boom“ (2021)). Auch der bekannte Cast der ersten beiden Filme ist wieder komplett dabei. Tom Holland („Spider-Man: Far from Home“ (2019), „Uncharted“ (2022)) als perfekter Spider-Man, Zendaya („Greatest Showman“ (2017), „Dune“ (2021)) als toughe Freundin und Jacob Batalon („Letztendlich sind wir dem Universum egal“ (2018)) als bester Freund. Auch Tony Revolori („Grand Budapest Hotel“ (2014), „The French Dispatch“ (2021)) ebenso wie Jon Favreau („The Jungle Book“ (2016), „Iron Man“ (2008)) und Marisa Tomei („Real Love“ (1993), „The First Purge“ (2018)) sind in ihren Rollen wieder mit von der Partie. So lebt der Film von seiner Besetzung, genauso wie von seinen Bildern, und der Geschichte, welche keine Wünsche mehr übrig lässt und sich so zu einen der besten Marvel-Filme bisher mauserte und jedes Fanherz höher schlagen lässt.

Fazit: Der 149-minütige Spielfilm „Spider-Man: No Way Home“ ist der dritte Spiderman-Film aus der Hand von Jon Watts. Nicht nur erzählt er dabei die Geschichte um den jungen Peter Parker weiter, sondern baut in Form anderer Universen auch ältere Spiderman-Filme gekonnt mit ein. So ist der Film ein warmherziger Fan-Pleaser, ein gelungener Superhelden-Action-Film und weiterhin auch eine unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte.

Bewertung: 9/10

Kinostart: 15. Dezember 2021 / DVD-Start: 29. Juni 2022

Trailer zum Film „Spider-Man: No Way Home“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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