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Kurzfilm / Schweiz / Animation / 2024
Filmkritik: Der schweizer Filmemacher und Gamedesigner Michael Frei begeistert immer wieder mit seinen Arbeiten wie „Plug & Play“ und „Kids“, die beide sowohl als Spiel als auch als Kurzfilm erschienen sind. Im Programm des 40. interfilm Festival Berlin 2024 gab es nun einen entzückenden, zweiminütigen Kurzfilm von ihm.
Eine Fliege befreit sich aus ihrem Glasgefängnis und macht sich auf die Reise.
Seit vier Jahren arbeitet Michael Frei an seinem neuesten Spiel „Time Flies“, das er gemeinsam mit Raphaël Munoz konzipiert und umgesetzt hat. In dem Abenteuerspiel betritt man als Spieler:in auch eine Kunstgalerie. „Long Distance“ ist eigentlich eines der Ausstellungsstücke, die dort gezeigt werden, schaffte es aber als eigener Kurzfilm auf die Festivals. Es zeigt eine
putzige Geschichte mit einer Pointe. Besonders sticht dabei der Stil heraus. Er schuf seine Animationen in einer Auflösung von nur 120 x 120 Pixeln und filmte diese dann von einem Bildschirm ab, was die besondere Optik herauskehrt. Dieser Look, dazu ein gelungenes Sound Design und die entzückende Idee machen „Long Distance“ zu einem kurzen Schmankerl für Zwischendurch und erzeugt gleichzeitig Interesse und Vorfreude auf das kommende Spiel.
Bewertung: 7/10
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 40. Interfilm Festival Berlin 2024 – Katalog (Programm ‚EJECT XXVII – die lange Nacht des abwegigen Films‘)
- Doreen Kaltenecker, ‚Fünf Fragen an Michael Frei‘, testkammer.com, 2024
- Website des Regisseurs Michael Frei
- Eintrag des Kurzfilms „Long Distance“ beim Distributor Swiss Films