„Kleiner großer Bär“ (2018)

Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2018

Standbild aus dem Kurzfilm „Kleiner Großer Bär“

Filmkritik: Neue Wege in der Filmgestaltung einzuschlagen, dazu sollte ein Kurs an der Filmakademie Baden-Württemberg motivieren. Sarah Schulz sah das als guten Grund sich der Animation auf klassischem Wege zu nähern und schuf ihren Film „Kleiner großer Bär“ (AT: „Little Big Bear“) auf 1500 Seiten Papier. Damit machte sie Kinder und auch Erwachsene auf vielen Festivals froh, darunter die Besucher der 25. Regensburger Kurzfilmwoche, des 20. Landshuter Kurzfilmfestivals und des 31. Filmfest Dresdens.

Meister Petz ist überzeugt davon, dass nichts ihn schrecken kann und er mit seiner Größe und seiner Kraft der König des Waldes ist. Doch auf einmal purzelt er aus seiner Welt, ist gar nicht mehr so groß, wie er immer geglaubt hat, und wünscht sich nur noch, nach Hause zu kommen.

Standbild aus dem Kurzfilm „Kleiner Großer Bär“

Die Animationsstudentin Sarah Schulz (*1996) schuf mit ihrem Kurzfilm „Kleiner großer Bär“ einen Kinderfilm, der sich auch für Kinder ab fünf Jahren bereits eignet. Die Moral der Geschichte ist dabei klar verständlich, so dass auch der Bär am Ende der Geschichte offensichtlich Reue zeigt. Wie in einem Kinderbuch packt die Zeichnerin Schulz ihre Geschichte an. Mit wenigen Worten, aber wunderbar eingesprochen von Stefan Wancura und einer Reimstruktur führt der Off-Kommentar durch die Geschichte. Die Bilder schmiegen sich dabei wunderbar an die Worte an und offenbaren ihr handwerkliches Geschick. Auch dass die Bücher, aus denen der Bär immer wieder purzelt, als solche erkennbar sind und sich der Stil mit den einzelnen Büchern verändert, funktioniert hier wunderbar und nimmt große und kleine Zuschauer mit auf eine abenteuerliche Reise. Die Gestaltung ist dabei auf kindliche Augen ausgelegt, doch spricht sie mit ihrer gefälligen und an frühere Zeichentrickfilme erinnernde Optik auch große Zuschauer an. Im Gesamten ist Sarah Schulz ein wunderbarer Kinder-Kurzfilm mit fantastischen Bildern und einer guten Moral am Schluss ihrer Geschichte gelungen.

Fazit: Sarah Schulz’ Kurzfilm „Kleiner großer Bär“ ist ein wunderbares Zeichentrickerlebnis für kleine und große Zuschauer. Mit klarer Botschaft, entzückenden Zeichnungen und einer handwerklich überzeugenden Machart wird er viele Zuschauer erfreuen können.   

Bewertung: 7,5/10

Geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

3 Gedanken zu “„Kleiner großer Bär“ (2018)

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