„Five Steps to the Right“ (2017)

Kurzfilm / Estland / Animation / 2017

Filmkritik: Bereits im letzten Jahr hat uns die Filmemacherin Äggie Pak-Yee Lee mit ihrem Kurzfilm „Muteum“ auf dem 30. Filmfest Dresden erfreut. Auch auf dem 31. Filmfest Dresden war sie mit ihrem zweiten Film „Five Steps to the Right“ mit von der Partie und berichtet in skizzenhaften Bildern und mit viel Humor von Selbstoptimierung.

Nachdem er fünf Schritte nach rechts gegangen ist, findet er eine Tür, die ihn ins Unbekannte führt. 

Die in Hong Kong geborene und nun in Estland lebende Künstlerin und Filmemacherin Äggie Pak-Yee Lee (*1989) erzählt in ihrem zweiten Kurzfilm keine klassisch narrative Geschichte. In den sieben Minuten entwirft sie eher ein Portrait der Langeweile und was daraus resultiert. Wunderbar ist das Einbauen des motivierten Vorhabens, mehr Fitness zu machen. Dabei nimmt sie dies auch aufs Korn und schuf vor allem ein etwas skurriles, aber liebevolles Portrait vom Nichtstun und dem Streben nach Veränderung. Dafür wählte sie eine einfache, farblose Optik, die sich vor allem durch ihre Skizzenhaftigkeit und Rohheit auszeichnet, aber trotzdem das künstlerische Talent dahinter offenbart. Hinzu kommt eine ungewöhnliche Tonkulisse, die sie am Handy aufgenommen hat, und für diese sogar für den Filmtonpreis in Dresden nominiert wurde. Der zweite Film von Äggie Pak-Yee Lee macht wie ihr Erstlingswerk vor allem Spaß, nimmt einen aktuellen Trend auf die Schippe und zeigt die Mannigfaltigkeit in ihrer Gestaltungspalette, so dass man sich schon auf ihren dritten Kurzfilm, der bestimmt kommen wird, freut.

Fazit: „Five Steps to the right“ ist der zweite Kurzfilm der Regisseurin Äggie Pak-Yee Lee und setzt sich auf humorvolle Weise mit Selbstoptimierung, Entwicklung und Langeweile auseinander und findet dafür einen rohen, spontanen Zeichenstil, der wunderbar dazu passt.

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„Five Steps to the Right“ (2017)

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