„Grace and Frankie“ (Staffel 3, 2017)

Serienkritik: Auch in den 13 Folgen der 2017 erschienenen dritten Staffel der amerikanischen Sitcom „Grace and Frankie“ bleiben sich die Serienmacher Marta Kauffman und Howard J. Morris treu und lassen die betagten Hauptheldinnen ihre eigene Firma gründen und die Liebe und den Sex auszukosten.

Nachdem die beiden Freundinnen Grace (Jane Fonda) und Frankie (Lily Tomlin) entdeckt haben, dass es in der Sexspielzeugindustrie eine riesige Marktlücke gibt, beschließen sie ihren eigenen altersgerechten Vibrator zu kreieren und zu verkaufen. Die neu gewonnene Unabhängigkeit macht Grace und Frankie wieder zu starken Familienoberhäuptern, Die ihren Kindern sowie ihren Ex-Ehemännern Sol (Sam Waterson) und Robert (Martin Sheen) zur Seite stehen können. Auch in der Liebe läuft es bei den beiden gut und Frankie findet ihre bessere Hälfte in Jacob (Ernie Hudson), doch der möchte lieber seinen Lebensabend in Santa Fe verbringen. 

Jane Fonda, Lily Tomlin und Peter Gallagher

Die Serienschöpfer Marta Kauffman und Howard J. Morris haben mit „Grace and Frankie“ eine Serie geschaffen, die wunderbar mit humorvollen Alltagsschilderungen, ernsten Themen und viel Offenheit das Leben von zwei ältere Damen beschreibt. Dabei sind die beiden, obwohl sie einem bestimmten Typ entsprechen, wunderbare Identifikationsfiguren für viele Zuschauer und selbst wenn nicht, haben sie trotzdem alle Sympathien auf ihrer Seite. So verfolgt man auch in den 13 Folgen der dritten Staffel ihr Treiben, erfreut sich an der neu gefundenen Liebe und dem Erfolg im Vibratorengeschäft. Doch auch die Nebengeschichten aus den beiden Familien, die immer ihren Platz in der Serie finden, können wunderbar unterhalten und so schließt man sie alle mitsamt ihren Marotten und Eigenheiten ins Herz. Nur auf vereinzelte Charaktere wie den Theaterregisseur Peter, gespielt von Tim Bagley, könnte man gern verzichten. Doch die Serie lebt nicht nur von den Geschichten, Figuren und dem offenen Blick für alltägliche Themen, sondern von der souveränen Umsetzung und vor allem der großartigen Besetzung. Jane Fonda, die 2020 den Oscar für den ‚Besten Film‘ verliehen hat, und Lily Tomlin sind die perfekte Inkarnation der beiden – sie sind die Seele der Serie. Doch fast alle Nebencharaktere, u.a. Ernie Hudson als Gemüsehändler Jacob, binden die Zuschauer an die Serie. Im Gesamten ändert sich in der dritten Staffel der amerikanischen Sitcom nichts, aber das ist auch gut so. Die Geschichten werden wunderbar fortgeführt, die richtige Mischung zwischen Humor und Gefühl wird bewahrt und die Charaktere wachsen einem noch mehr ans Herz, so dass die Serie mittlerweilen einen richtigen Sogcharakter besitzt. 

Lily Tomlin und Jane Fonda

Fazit: Die amerikanische Sitcom „Grace and Frankie“ bleibt auch in der dritten Staffel ihrem Konzept treu. Mit feinen Alltagsschilderungen, gutem Humor und viel Herz werden die Geschichten fortgeführt, Charaktere ausgebaut und so kann der Zuschauer immer mehr in ihre Welt abtauchen, die mit viel guter Laune und Sympathie das Publikum auf seine Seite zieht.

Bewertung: 5/5

Trailer zur Staffel 3 der Serie „Grace and Frankie“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle:

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