„Mein Opa vom Mars“ (2019)

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Filmkritik: Alljährlich gibt es auf dem 29. Filmfestival Cottbus auch ein Kinderprogramm. Der kroatische Spielfilm „Mein Opa vom Mars“ (OT: „Moj Dida je pao s Marsa“, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Luxemburg, Norwegen, Tschechische Republik, Bosnien und Herzegowina, 2019) stach unter den Kinderfilmen hervor. Die Regisseure Dražen Žarković und Marina Andree Škop erzählen eine fantasievolle und herzensgute Geschichte mit einer großen Portion Science-Fiction und Abenteuer.

Als eines Tages ihr geliebter Opa (Nils Ole Oftebro) entführt wird, macht sich Una (Lana Hranjec) auf den Weg ihn zu suchen. Während ihre Brüder sich um die gleichzeitig erkrankte Mutter (Petra Polnisová) kümmern, findet sie im Keller nicht nur eine Spur, welche sie zu ihrem Opa führt, sondern auch einen kleinen, hilfsbereiten Roboter, der sie nun auf ihrer Verfolgungsjagd begleiten wird. 

Lana Hranjec

Der Spielfilm entstand für ein junges Publikum im Alter von sieben bis zwölf Jahren, die sich besonders gut mit der jungen Heldin der Geschichte identifizieren können. Geschrieben wurde das Drehbuch von Branko Ružić und Pavlica Bajsić. Doch es entstand kein klassischer Kinderfilm, der nur für junge Augen geeignet ist. Auch erwachsene Zuschauer finden Gefallen an dem Film. Denn glücklicherweise werden hier eben nicht die üblichen Klischees – wie alle Erwachsenen sind dumm oder böse – bedient. Auch verzichtet man auf zu kindlichen Humor und auf eine allzu große Vorhersehbarkeit. Natürlich kann man ein Happy End erwarten, doch bis dahin schafft es der Film wunderbar Spannung aufzubauen. Inszeniert wurde er von den Regie-Gespann Dražen Žarković (*1970) und Marina Andree Škop (*1973). Wie auch beim Drehbuch finden sie auch in der Inszenierung den richtigen Mittelweg zwischen kindlicher und erwachsener Unterhaltung. Dazu gehört eine Ausgestaltung, welche darauf verzichtet, übertrieben in die Science-Fiktion-Welt einzutauchen, aber trotzdem genügend fantastische Elemente einbaut. Der kleine Roboter ist dafür eine gelungene Brücke. Auch überzeugen die eingesetzten Spezialeffekte, die das Spiel der DarstellerInnen wunderbar unterstützen. Hier liegt ebenfalls eine große Stärke des Films. Denn diese erwecken ihre Figuren zum Leben und Ulla ist einer sympathischsten Kinderfilm-Heldinnen der letzten Zeit. Clever, selbstbewusst und mit dem Herz am richtigen Fleck bringt sie die Zuschauer auf ihrer Seite und nimmt sie mit auf ein spannendes, unterhaltsames Abenteuer. „Mein Opa vom Mars“ ist ein durch und durch gelungener Film, der alles bietet, was man von einem guten Kinderfilm erwartet.

Nils Ole Oftebro

Fazit: Der Kinderfilm „Mein Opa vom Mars“ ist eine gute Mischung aus Science-Fiktion und Action-Abenteuer und bietet gelungene Unterhaltung mit viel Spannung für die kleinen Zuschauer. Doch es ist auch ein guter Familienfilm, da hier keine Elemente kindlich überreizt werden und der Film mit seinen hervorragenden DarstellerInnen, sparsam aber gut eingesetzten Effekten und seiner Abenteuergeschichte unterhalten kann.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Mein Opa vom Mars“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

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