“Home – Ein smektakulärer Trip” (“Home”, US, 2015)

© 2015 Twentieth Century Fox

© 2015 Twentieth Century Fox

Filmkritik: In den meisten Animations- und Zeichentrickfilmen werden auf kindgerechte Art und Weise Fehler der Menschen angeprangert (meist ersetzt durch andere Kreaturen oder Tiere). Doch bei “Home” besitzen die Menschen durchweg positive Eigenschaften, für welche es sich zu kämpfen lohnt. Die Boovs, eine Außerirdischen-Rasse, fliehen schon viele Jahre vor ihrem Erzfeind. Die Erde scheint ihnen das perfekte Versteck zu sein. Alle Menschen werden von den Boovs in Siedlungen ausgesiedelt, so dass sie die Welt übernehmen und dort in Frieden leben können. Doch einer der Boovs, der andersartige Oh (gesprochen von Bastian Pastewka – im Original von Jim “Sheldon” Parsons) schickt aus Versehen den Feinden die Adresse ihres Zufluchtsortes. Um diesen Fehler auszubügeln, schließt er sich mit dem Menschenmädchen Gratuity ‘Tip’ Tucci (Josefine Preuß, im englischen Original: Rihanna) zusammen, die ihre Mutter sucht. Die Zweckgemeinschaft erlebt eine abenteuerliche Reise quer über den Globus. Der Animationsfilm von Tim Johnson (Regisseur von “Antz” (1998) und “Ab durch die Hecke” (2006)) besticht durch seine Gestaltung, durch die interessanten Figuren der Boovs, die mit ihrer Stimmung auch ihre Farbe wechseln, und durch den abenteuerlichen Roadtrip. Schwerer zu ertragen ist dagegen der teilweise recht seichte Humor und der sehr poppige Soundtrack (darunter viele Songs von Rihanna), welcher dem Film in manchen Szenen sogar eher den Schwung raubt. Doch am schlimmsten für Erwachsene könnte die Idealisierung der Menschen sein. Alles, was den unterkühlten Boovs fehlt, wie Liebe, Familie und Gesellschaft, zeichnet die Menschen aus. Dabei sind diese stets friedfertig und versuchen immer zueinander zu halten. So ging es den Machern nur um die Betonung der Bedeutung von Familie. Wenn man sich stets in Erinnerung ruft, für welche Zielgruppe – eben Kinder – der Film gemacht ist, kann man über diesen Fakt hinwegsehen und sich gut unterhalten lassen.

Bewertung: 6/10

Film Nr. 1 der 25-Tage-Flatrate vom Cinemaxx

geschrieben von Doreen Matthei

„Pixels“ (USA, 2015)

Pixels

Copyright : © 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Filmkritik: Seit vielen Monaten hatte man nun schon immer wieder das Vergnügen „Pixels“ als Trailer im Kino zu sehen. Der Film, der nun in den Kinos startete, hielt genau, was der Trailer versprach: großartige Bilder, Popcorn-Unterhaltung und seichte bis gute Witze. „Pixels“ erzählt davon, wie Außerirdische die Erde mit Computerspielen aus den 80er Jahren (Pacman, Centipede, Donkey Kong etc.) angreifen. Der amerikanische Präsident (Kevin James) ruft seinen alten Kumpel Sam Brenner (Adam Sandler) an, der ein besonders Händchen für solche Spiele hat. Zusammen mit weiteren ausgewählten Helfern und mit neu erschaffenen Lichtkanonen geht es daran, die Außerirdischen zu bekämpfen. So witzig die Ausgangsidee auch ist, ist die Verwirklichung durch Chris Colombus (bekannt für die Filme „Kevin allein zu Haus“ (1990) und die ersten beiden Teile der „Harry Potter“-Reihe (2001-2002)) recht konventionell ausgefallen. Die Actionkomödie verfügt über die typischen Wendungen und Charakterzeichnungen. Dabei gelingt der Humor nur stellenweise. Besonders in der Charakterisierung der Figur Ludlow (Josh Gad) haben die Filmemacher es einfach übertrieben, sodass viele Sympathiepunkte dabei verloren gehen. Was den Film besonders (auch in 3D) sehenswert macht, sind seine fantastischen Bilder. Die Erweckung der Videospiele und deren Kämpfe mit den Menschen sind sehr hübsch anzusehen und niemals langweilig. Im Gesamten bietet „Pixels“ das, was man erwarten kann: amüsante, kurzweilige Popcorn-Unterhaltung.

Bewertung: 6/10