„A Quiet Place 2“ (2021)

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Filmkritik: Im Jahr 2018 überraschte der Regisseur und Schauspieler John Krasinski mit seinem Spielfilm „A Quiet Place“, der seinen Horror wunderbar über eine im Kino alles beherrschende Stille transportieren konnte. Jetzt nach drei Jahren erscheint die Fortsetzung „A Quiet Place 2“ (OT: „A Quiet Place 2“, USA, 2021) und setzt genau an dem Punkt an, wo der erste Teil aufhörte und besitzt, trotz mehr Action, die gleichen Stärken, wie der erste Film.

Nach dem Tod des Vaters Lee Abbott (John Krasinski) beschließt die Familie, noch bestehend aus Evelyn (Emily Blunt) und den drei Kindern Marcus (Noah Jupe), der tauben Regan (Millicent Simmonds) und dem Säugling, sich auf den Weg zu machen, um ein neues Heim zu finden, wo sie in Sicherheit leben können. Nachdem einer von ihnen durch eine Bärenfalle verletzt wird, suchen sie Unterschlupf bei dem früheren Bekannten Emmett (Cillian Murphy). In dem alten Stahlwerk, in dem er unterirdisch haust, wird die junge Regan auf ein im Radio übertragenes Lied aufmerksam, erkennt darin eine geheime Botschaft und macht sich einfach allein auf die Suche nach anderen Überlebenden.

Emily Blunt

Der Film beginnt mit einem fulminanten Auftakt, in dem die ZuschauerInnen den ersten Tag der Invasion erleben und wie sie urplötzlich über das friedliche Städtchen und die mittlerweile bekannte Familie Abbott hereinbricht. Danach schließt der Film nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Die Familie ist gezwungen ihr Heim zu verlassen und einen neuen Schutzplatz zu  finden. Dabei haben sie ein Baby und eine Waffe gegen die Aliens im Schlepptau. Bald finden sie Unterschlupf in einem alten Stahlwerk und von dort aus führen drei Handlungsstränge parallel die Geschichte fort. Diese werden auch bis zum Ende nicht wieder komplett zusammengeführt, so dass man ahnt, dass hier ein dritter Teil geplant sein könnte. Wunderbar funktionieren dabei die unterschiedlichen Strängen, welche ihren Fokus jeweils auf andere Elemente der Geschichte legen und daher auch unterschiedlich spannungsgeladen sind. Im Gesamtpaket funktionieren sie aber genauso gut wie der erste Film. Auch hier ist die Stille ein zentrales Element und lässt die ZuschauerInnen zusammen mit den ProtagonistInnen den Atmen anhalten. 

Noah Jupe, Millicent Simmonds und Emily Blunt

Schön ist, dass auch der gleiche Cast mit der wunderbaren Emily Blunt („Into the Woods“ (2014), „Girl on the Train“ (2016)), der begabten Millicent Simmonds und dem jungen Noah Jupe („Wunder“ (2017)) und neu dabei Cillian Murphy („28 Days Later“ (2002), „The Dark Knight“ (2008), „Dunkirk“ (2017)) wieder gewonnen werden konnte. Unter der Regie desselben Regisseurs und Drehbuchautors John Krasinski entstand so ein spannungsgeladener Nachfolger, der konsequent seiner Erzählweise treu bleibt, sanft die Geschichte weiterentwickelt und dabei nie auf laute Effekte, sondern auf das Hineinfühlen in die Charaktere setzt. So ist der Film spannend bis zur letzten Minute, lässt die ZuschauerInnen mitfiebern und so ist man auch gerne bereit, dass ein dritter Film die Reihe zu einer Trilogie abrundet.

Fazit: Der amerikanische Horrorfilm „A Quiet Place 2“ knüpft nahtlos an seinen Vorgänger aus dem Jahr 2018 an. Wieder aus der Hand des Regisseurs John Krasinski wird die Geschichte mit Hintergründen, tieferen Charakterbildungen und vor allem einer Erweiterung des Kosmos versehen und führt die bekannte HeldInnen auf neue Wege. So wird auch hier wieder vor allem mit dem gelungenen Spiel von Geräuschen und Stille Spannung samt Gänsehautfaktor erzeugt, welche die ZuschauerInnen bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Bewertung: 7,5/10

Kinostart: 24. Juni 2021 / DVD-Start: noch unbekannt

Trailer zum Film „A Quiet Place 2“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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