„Rote Robin“ (2021)

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Kurzfilm / USA, UK / Animation / 2021

Filmkritik: Der Stop-Motion-Animationsfilm „Rote Robin“ (OT: „Robin Robin“) erzählt mit wunderbaren Figuren von Zugehörigkeit und Familie und schaffte es damit als einer der Nominierten für den ‚Besten animierten Kurzfilm‘ zur 94. Oscarverleihung 2022

Das Vogelmädchen Robin (Bronte Carmichael) wurde von einer Mäusefamilie adoptiert, aber leider fehlt ihr das Geschick beim Einbrechen in Menschenhäuser, um die Leckerbissen zu stehlen. Aber sie setzt mit Hilfe der Elster (Richard E. Grant) alles daran, diese Fähigkeit zu bekommen und ihre Familie stolz zu machen.

Die britischen Aardman Animations Studios machen seit Jahren wunderbare Stop-Motion-Filme u.a. „Hennen Rennen“ (2000), die „Wallace and Gromit“-Reihe (1989-2008) (der Langfilm „Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ (2005) konnte sogar einen Oscar als ‚Bester animierter Spielfilm‘ gewinnen) und die „Shaun das Schaf “-Reihe (2007). Nun haben sie ihr erstes Musical umgesetzt. Der 18-minütige Stop-Motion-Film „Rote Robin“ benutzt die selbst komponierten Songs, um das Gefühlsleben seiner Figuren zu ergründen, und liefert gleichzeitig ein unterhaltsames Musical, wie es im Buche steht. Natürlich wurde alles, wie man es von den Aardman Animations Studios gewöhnt ist, in schönsten Animationen umgesetzt. Mit 19 verschiedenen Robins, 20 Mäusen, elf Elstern und vier Katzen sowie viele anderen wolligen Tieren und Gegenständen wurde der Film von circa 200 Animatoren erschaffen. Jede Woche wurden zehn Sekunden des Films realisiert. Daran sieht man die Liebe zum Detail genauso, wie das sorgfältige ausgedachte Setdesign. Hinzu kommt eine gelungene Synchronisation mit Sprecher:innen im Original wie Gillian Anderson („Akte X“ (1993-2018), „Sex Education“ (2019-2022)), Richard E. Grant („Can you ever forgive me?“ (2018)) und der jungen Bronte Carmichael („Christopher Robin“ (2018)). So ist „Rote Robin“ zwar nicht der Oscargewinner (gewonnen hat „The Windshield Wiper“ (2021) von Alberto Mielgo) an diesem Abend gewesen, aber der Sieger der Herzen. 

Fazit: „Rote Robin“ ist ein Animationsfilm aus dem Hause Aardman. Die Regisseure Daniel Ojari und Michael Please setzten dabei die warmherzigen Geschichte in schönsten Stop-Motion-Aufnahmen um, schufen eine großartige Welt aus Wolle und untermalten mit den Musical-Einlagen die Geschichte wunderbar.

Bewertung: 9/10

Trailer zum Kurzfilm „Rote Robin“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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