“The Walking Dead” (Staffel 1, 2010)

Poster der Serie "The Walking Dead"Serienkritik: Seit ihrem Beginn im Jahr 2010 hat sich die amerikanische Zombie-Serie “The Walking Dead” zu einem Alltime-Favorit entwickelt, von der mittlerweile schon acht Staffeln erschienen sind. Den Grundstein dafür legten die sechs Folgen der ersten Staffel, welche die Zuschauer sofort in ihren Bann zogen.

Der Polizist Rick Grimes (Andrew Lincoln) wurde im Dienst angeschossen. Als er aus dem Koma erwacht, ist die Welt nicht mehr, wie sie einst war. Die Stadt ist wie ausgestorben. Nur die Toten scheinen noch umher zu wandern. Schnell wird ihm bewusst, dass die Welt gefährlich geworden ist und er macht sich auf die Suche nach seiner Frau Lori (Sarah Wayne Callies) und seinem Kind Carl (Chandler Riggs). Atlanta, eine, so sagt man, sichere Stadt ist sein erster Anlaufpunkt. Dort begegnet er einer Gruppe von Überlebenden, mit denen er sich fortan zusammentut.

Basierend auf der gleichnamigen Comicserie der Autoren Robert Kirkman (*1978) und Tony Moore (*1978) schuf der französische Filmemacher Frank Darabont (*1959), bekannt für “Die Verurteilten” (1994) und “The Green Mile” (1999), eine eindrucksvolle erste Staffel. Dabei übernahm er nur in der ersten Folge die Regie selbst, aber die ganze Staffel hindurch ist durch seine Handschrift geprägt und besitzt dadurch einen einheitlichen Look. Rick Grimes und die anderen Überlebenden wurden in eine Welt verlegt, in der es so etwas wie Zombiefilme nicht gibt. So wird das Genre von Grund auf aufgerollt und der Rückgriff auf bekannte Filme wie die Romero-Streifen der 70/80er Jahre und “28 Days Later” (2002) ist zwar beabsichtigt, wird aber als Wissensquelle nicht vorausgesetzt. So referenzieren sie nur wunderbar auf einen ganzen Kosmos des Genres und schaffen doch was Neues. Das liegt vor allem an der temporeichen Entwicklung der Geschichte und der Charaktere. Darabont scheut nicht davor, die Menschen sterben, verändern und sich entblößen zu lassen. So wächst man schnell mit der Truppe zusammen und hat nach spätestens drei Folgen jemanden gefunden, den man lieben oder hassen kann. Hinzu kommt der rasante Storyverlauf, der die Ereignisse immer weitertreibt und die Truppe vor neue Herausforderungen und Bedrohungen stellt. Das Ende der ersten Staffel ist zudem überraschend und führt tiefer in diese Endzeit hinein.

Doch nicht nur die Geschichte ist für den Erfolg verantwortlich. Die Umsetzung des Comics ist ebenfalls sehr gelungen. Die Settings sind dystopisch und zeigen in kleinen Details, wie die Welt einst war. Dabei sind die Locations abwechslungsreich und steigern in einem gewissen Sinne die Abenteuerlust. Hinzu kommen die talentierten Darsteller, welche ihren Rollen viel Kraft geben. Darunter fallen vor allem Jon Bernthal (gesehen auch in “Baby Driver” LINK), der den ambivalenten Charakter des Shane Walsh ein Gesicht gibt, und der Südkoreaner Steven Yeun, der den sympathischen Glenn verkörpert. Die Geschichte und ihre Helden werden dabei in sehr bedeckte Farbe gehüllt. In der Sättigung reduzierte Braun- und Grautöne dominieren die Handlung und schmiegen sich so dem oft ruinösen Setting an. Auch die Filmaufnahmen selbst sind körnig und geben so der Serie einen gewissen rückwärtsgewandten Charme. Abgerundet wird “The Walking Dead” von den sehr guten handwerklichen Effekten und Make-Up-Leistungen, welche die Zombie-Dystopie wie die ungeschönte Wirklichkeit aussehen lässt.

Fazit: Die amerikanische AMC-Serie “The Walking Dead” unter der Hand von Frank Darabont bietet mit ihrer ersten Staffel acht packende Folgen, die vollgestopft sind mit interessanten Charakteren und einer sich sehr schnell entwickelnden Geschichte. Abgerundet wird das Ganze von einem authentischen, dreckigen Look mit guten Spezialeffekten, Masken und Darstellern. So bereitet die Serie viel Freude, und man ist nicht nur wegen des Cliffhangers am Ende gespannt auf die zweite Staffel.

Bewertung: 5/5

Der Trailer zur Staffel 1 von “The Walking Dead”:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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