Buchkritik: Der amerikanische Kinderbuchautor Dr. Seuss (eigentlich: Theodor Seuss Geisel, 1904-1991) veröffentlichte über 60 Kinderbücher und gehört zu den Größen der amerikanischen Kinderbuchwelt. In Deutschland ist er vor allem durch die vier Verfilmungen, die auf seinen Büchern basieren, bekannt. Die berühmteste Verfilmung ist wohl “Der Grinch” aus dem Jahr 2000 mit Jim Carey in der Hauptrolle. Dieser läuft alljährlich zu Weihnachten im Fernsehen und der Grinch wurde zum Weihnachtsmuffel par excellence.
Kinderbuch
“Wombats erster Schultag” von Jackie French (2013)
Buchkritik: Die australische Schriftstellerin Jackie French lebt mit ihrem Mann auf einem autarken Grundstück im Araluen Valley mit vielen Tieren zusammen, darunter auch einigen Wombats. Die erfahrene Schriftstellerin – bisher hat sie 132 Bücher verfasst – ist vor allem für ihre Kinderbücher bekannt. Ihr berühmtestes Buch ist “Das Tagebuch eines Wombats” (2007). Auf die Idee zu dem Buch kam sie, als sie die Hintergrundgeräusche, welche der Wombat Mothball verursachte, einmal am Telefon erklären musste. “Wombats erster Schultag” ist das fünfte Bilderbuch, was sich mit dem liebenswerten und süßen Tier beschäftigt.
“Rosi in der Geisterbahn” von Philip Waechter (2005)
Buchkritik: Der in Frankfurt am Main geborene Kinderbuchautor Philip Waechter arbeitet seit den 90er Jahren erfolgreich als Autor und Illustrator. Für sein 2005 erschienenes Bilderbuch “Rosi in der Geisterbahn” erhielt er 2006 den Eulenspiegelpreis der Stadt Schöppenstedt. Die Geschichte handelt von der kleinen Häsin Rosi, die jede Nacht von Monsteralbträumen geplagt wird. Daraufhin beschließt sie sich ihren Ängsten zu stellen, trainiert dafür und geht dann an ihrem großen Tag auf den Rummelplatz zur Geisterbahn. Waechter erzählt die Geschichte von Ängsten und Mut sehr liebevoll. Die Geschichte kann groß und klein in den Bann ziehen und richtige Tugenden vermitteln.
“Dr. Brumm gibt Gas” von Daniel Napp (2009)
Buchkritik: Der sechste Teil – ”Dr. Brumm gibt Gas” – der Dr. Brumm-Reihe von Daniel Napp unterscheidet sich von anderen Vor- und Nachgängern. Es erzählt in einzelnen kurzen Tableaus von Alltagssituationen, in denen der sonst so gemütliche Dr. Brumm Vollgas gibt. Ob nun auf der Flucht vor Wildschweinen oder beim Lesen eines Buches. Die kurzen zwei bis vierseitigen Geschichten verstehen sich auf den pointierten Witz und zeigen den kreativen Einfallsreichtum des Autors. Man merkt, dass der Autor nicht aus der pädagogischen Ecke kommt und einfach nur Sinn für kindlichen Humor besitzt. Manche Geschichten scheinen auch der Ideenlieferant für spätere Werke zu sein, wie der Abschnitt zu “Dr. Brumm geht wandern”.
“Rico, Oskar und das Herzgebreche” von Andreas Steinhöfel (2009)
Buchkritik: Der zweite Teil – “Rico, Oskar und das Herzgebreche” – der Trilogie um Rico und Oskar kam 2009 auf den Markt. Also ein Jahr nachdem der erste Roman – “Rico, Oskar und die Tieferschatten” – erschienen war und der Autor Andreas Steinhöfel dafür mehrere Preise erhalten hatte.
Das zweite Buch führt die Geschichte der beiden Freunde Rico Doretti, der alles etwas langsamer erfasst und sich dadurch als tiefbegabt bezeichnet, und dem kleinen, hochbegabten Oskar fort. Nachdem Mister 2000 mit der Hilfe der beiden geschnappt worden ist, verzog sich der Medienrummel auch bald, doch Ruhe wollte nicht so recht einkehren. Oskar wird kurzerhand von seinem Vater bei den Dorettis abgestellt, Ricos Mutter wirkt schon seit längerem sehr traurig, der Bühl hat sich auch schon lange nicht mehr blicken lassen und irgendwelche mysteriösen Dinge gehen beim Bingo-Abend im Altersheim vor. Um gegen all die Probleme und Sorgen anzugehen, machen die beiden sich wieder einmal auf, um die Wahrheit herauszufinden.
“Das laute / leise Buch” von Deborah Underwood und Renata Liwska (2013)
Buchkritik: Die amerikanische Kinderbuchautorin Deborah Underwood, welche bereits um die 20 Kinderbücher verfasst hat, brachte im Jahr 2010 “The Loud Book” und “The Quiet Book” auf den Markt. Im deutschen Gerstenberg Verlag erschien 2013 die kombinierte und übersetzte Variante beider Bücher als Wendebuch mit dem Titel “Das laute / leise Buch”.
“Dr. Brumm geht wandern” von Daniel Napp (2012)
Buchkritik: Im Jahr 2002 entwickelte der damalige Designstudent Daniel Napp die Figur des trotteligen Bären Dr. Brumm. “Dr. Brumm geht wandern” ist das achte Bilderbuch der neun bisher bereits erschienenen Bücher über den Braunbären.
Immer mittwochs geht Dr. Brumm mit seinen Freunden Dachs und dem Goldfisch Pottwal wandern. Doch diesmal bekommen sie eine kleine Mission vom Bauer Hackepiep, der eines seiner Schafe vermisst. Auf der Suche nach ihm verlaufen sich die Freunde, ein Gewitter zieht auf und zu allem Unglück hat Dr. Brumm auch noch die falschen Dinge in den Rucksack gepackt.
“Häschen in der Grube” von Isabel Kreitz (2014)
Buchkritik: Jedem ist der Titel des Buches “Häschen in der Grube” durch das gleichnamige Kinderlied (Text: Friedrich Fröbel) gewiss bekannt. Die deutsche Illustratorin Isabel Kreitz (*1967) deutet diese Zeile um und schickt ein schneeweißes Kaninchen in die Kanalisation. Mit Wagemut und Freude im Herzen begibt sich dieses auf eine Reise. Nachdem aber ein Ausgang nicht zu finden ist und die bedrohlichen Schatten immer weiter zunehmen, verliert das Häschen seinen Mut, bis es schlussendlich neue Gefährten findet, die dem Kleinen helfen können. Die Bilderbuch-Geschichte kommt selbstverständlich ganz ohne Worte aus. Mit wunderschönen gezeichneten Bildern – vor allem die Ausarbeitung der Gesichter und die Details können überzeugen – wird auf 32 Seiten die Geschichte des weißen Hasen mit vielen emotionalen Auslösern erzählt. Diese ist dabei spannend, schön und erheiternd. Hinzu kommen die wunderschön gestalteten Bilder. Dass die Illustratorin auch Graphic Novels und Comics zeichnet, erkennt man deutlich, trägt aber viel zum Charme des Buches bei. Das Bilderbuch “Häschen in der Grube” ist ein wunderschönes Werk für Kinder ab fünf Jahre, an dem nicht nur die Kleinen immer wieder Spaß haben werden und das somit definitiv ins heimische Bücherregal gehört.
Bewertung: 5/5
Altersfreigabe: ab ca. 5 Jahre
geschrieben von Doreen Matthei
“Rico, Oskar und die Tieferschatten” von Andreas Steinhöfel (2008)
Buchkritik: Der deutsche Schriftsteller Andreas Steinhöfel (*1962) schreibt seit 1991 Kinder- und Jugendbücher. Doch keines scheint Kindern so aus den Herzen zu sprechen, wie die Figur des Rico in “Rico, Oskar und die Tieferschatten”.
Frederico “Rico” Doretti, ein tiefbegabter (da behindert einfach falsch klingt) Junge, liebt Kriminalgeschichten. Zwar geht in seinem Kopf manch eine Information mal verloren, aber er versucht stets den Dingen auf den Grund zu gehen. Als er auf den hochbegabten Oskar trifft, glaubt er endlich einen Freund gefunden zu haben und will sich ihm anvertrauen. Rico wird seit Monaten von den Tieferschatten im unbewohnten Hinterhaus verängstigt und möchte das Geheimnis dahinter lüften. Doch gerade als er es Oskar erzählen will, wird dieser von Mister 2000 entführt. Also macht sich Rico allein auf die Suche nach seinem Freund.
“Schlaf gut, kleiner Bär” von Quint Buchholz (2012)
Buchkritik: Quint Buchholz gehört zu den renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren. Der 1957 in Stolberg geborene Illustrator bebilderte beispielsweise einige Werke von Elke Heidenreich und “Das Kartengeheimnis” (1995) von Jostein Gaarder. Zudem verfasste er eigene Texte, die er ebenfalls mit Illustrationen versah, wie das 1997 erschienene Buch “Der Sammler der Augenblicke”.









