“Dr. Brumm gibt Gas” von Daniel Napp (2009)

© Daniel Napp

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Buchkritik: Der sechste Teil – ”Dr. Brumm gibt Gas” – der Dr. Brumm-Reihe von Daniel Napp unterscheidet sich von anderen Vor- und Nachgängern. Es erzählt in einzelnen kurzen Tableaus von Alltagssituationen, in denen der sonst so gemütliche Dr. Brumm Vollgas gibt. Ob nun auf der Flucht vor Wildschweinen oder beim Lesen eines Buches. Die kurzen zwei bis vierseitigen Geschichten verstehen sich auf den pointierten Witz und zeigen den kreativen Einfallsreichtum des Autors. Man merkt, dass der Autor nicht aus der pädagogischen Ecke kommt und einfach nur Sinn für kindlichen Humor besitzt. Manche Geschichten scheinen auch der Ideenlieferant für spätere Werke zu sein, wie der Abschnitt zu “Dr. Brumm geht wandern”.

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Tim Burton: Das traurige Ende des Austernjungen (Buch!)

@ Quadriga Verlag

Buchkritik: Filmmagier Tim Burton erzählt seine Geschichten einmal nicht in opulenten bewegten Bildern. Sondern in gereimten Kurzgeschichten. Die garniert er mit leicht krakeligen, ausdrucksstarken Zeichnungen. Wer dem makabren Witz von Tim Burtons Filmen verfallen ist, wird das kleine Büchlein berauscht lesen.

23 oft sehr kurze Geschichten vereinen sich im feinen Leineneinband mit Lesebändchen. Unter den Protagonisten tummeln sich Mumien und Giftkerle, ein Schmutzfink und eine Handvoll normal gestaltete Menschen, die sich bald schon einen Schaden zuziehen. So weit, so Tim Burton. Nicht wenige der Figuren erinnern an Helden aus seinen Filmen. Da gibt es Stöckchen, verliebt in Zündhölzchen. Während Zündhölzchen mit verführerischem Wimpernklimpern das Stöckchen in heiße Liebesglut stürzt, erkennt der Leser in den beiden Jack Skellington und Sally wieder.

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