Festivalbericht: Auch in diesem Jahr verschlug es die Freunde des osteuropäischen Films in der ersten Novemberwoche in die brandenburgische Stadt Cottbus. Dort hatte man die Chance, an sechs Tagen 137 Lang- und Kurzfilme aus 42 Ländern zu sehen. Unter der Leitung von Bernd Buder war auch die Ausgabe vollgepackt mit vielen Geschichten, Genres und Erzähl- und Sichtweisen und viele Vorstellungen erfreuten sich eines ausverkauften Saals.
Filmfestival
68. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2025
27. Oktober bis 02. November 2025 / Cinestar, Passage Kinos, Schauburg, Cinémathèque Leipzig, UT Connewitz, Kinobar Prager Frühling und Schaubühne Lindenfels
Festivalbericht: In der letzten Oktoberwoche fand bereits zum 68. Mal das Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, statt. Zum letzten Mal unter der Leitung von Christoph Terhechte, der im Corona-Jahr 2020 die Festivalleitung übernommen hatte, wurden zwar an weniger Spielstätten, aber mit der gleichen Programm- und Reihenvielfalt 252 Lang- und Kurzfilme gezeigt. Eröffnet wurde das Festival mit „Writing Life: Annie Ernaux Through the Eyes of High School Students“ von Claire Simon, welcher sich darin der Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Ernaux über die Sichtweisen von Jugendlichen annähert.
„Lina“ (2025)
„God Is Shy“ (2025)
Filmkritik: Der französische Animationsfilm „God is Shy“ von Jocelyn Charles, der auf dem 68. DOK Leipzig 2025 seine Deutsche Premiere feierte und auf dem 41. Interfilm Berlin 2025 als Bester Animationsfilm ausgezeichnet wurde, ist eine Horror-Short, der wunderbar mit den Erwartungen des Publikums spielt.
„Der Tod ist ein Arschloch“ (2025)
Filmkritik: Die deutsche Dokumentation „Der Tod ist ein Arschloch“ von Michael Schwarz, der auf dem 46. Filmfestival Max Ophüls Preis 2025 seine Premiere feierte und im Programm der 2. Doxumentale 2025 lief, begleitet die Mitarbeiter:innen eines Berliner Beerdigungsinstitut, das einen anderen Ansatz als klassische Unternehmen verfolgt und dem Publikum zeigt, wie es auch sein kann, sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen.
Acht Fragen an Adrian Maganza
Interview: Im Gespräch mit dem britischen Regisseur und Animationskünstler Adrian Maganza konnten wir mehr über seinen Kurzfilm „Fantasies of a Rescue Dummy“ erfahren, der auf den 59. Hofer Filmtagen 2025 seine Weltpremiere feierte, wie die Idee selbst beim Schwimmen kam und warum er sich dafür entschied, eine Mischung aus Live Action und Animation zu wählen.
„Fantasies of a Rescue Dummy“ (2025)
Filmkritik: Der britische Kurzfilm „Fantasies of a Rescue Dummy“ von Adrian Maganza, der seine Weltpremiere auf den 59. Hofer Filmtagen 2025 feierte, setzt eine Übungspuppe in das Zentrum seiner Geschichte und wartet mit einer Mischung aus Realfilm und Animation auf.
Sechs Fragen an Tim Klinger
Interview: Im Gespräch mit dem deutschen Filmemacher Tim Klinger konnten wir mehr über seinen Kurzfilm „Satyr“ erfahren, der auf den 59. Hofer Filmtagen 2025 seine Weltpremiere feierte, warum die griechische Mythologie für seine Geschichte die perfekte Analogie lieferte, warum es hier einen starken Kontrast zwischen Stadt und Natur gibt und welchen prominenten Hauptdarsteller er für seinen Film gewinnen konnte.
„Satyr“ (2025)
Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Satyr“ von Tim Klinger, der auf den 59. Hofer Filmtagen 2025 seine Weltpremiere feierte, verwendet die griechische Mythologie, um eine reale Geschichte des Sich-Anders-Fühlens zu erzählen.
Acht Fragen an Archibald Martin
Interview: Im Gespräch mit dem französischen Regisseur Archibald Martin konnten wir mehr über seinen Kurzfilm „Birth of a Fire“ (OT: „Naissance d’un feu“) erfahren, der auf den 59. Hofer Filmtagen 2025 mit dem PHAROS Shiver Screen Award ausgezeichnet wurde, wie er eine Geschichte ersann, welche an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich spielt, und warum das Böse nicht ins Zentrum gerückt wird, wo genau sie gedreht haben und worauf er bei der Besetzung geachtet hat.
