„Wonder Woman“ (2017)

© Warner Bros

Filmkritik: Seit Jahren erfreut uns Marvel mit guten Superheldenfilmen wie “Iron Man” (2008), “The Avengers” (2012) und dem bald in den Kinos anlaufenden “Spiderman: Homecoming” (2017). DC, der ebenfalls sehr berühmte, andere Verlag der Branche, welcher uns Helden wie Batman und Superman geschenkt hat, versucht seit längerem schon im Kinogeschäft mitzuziehen, liefert aber bisher viel Enttäuschendes wie “Green Lantern” (2011), “Batman vs. Superman” (2016) und das eigentlich vielversprechende “Suicide Squad” (2016) ab. Mit “Wonder Woman” (OT: “Wonder Woman”, USA/China/Hong Kong/UK/Italien/Kanada/Neuseeland, 2017) kommen ein neuer DC-Film und eine neue Figur aus dem Universum ins Kino und diesmal funktioniert die Adaption erstaunlich gut. Weiterlesen

Im Staatsschauspiel Dresden: Amphitryon

Aufführungsbericht: Der Boden schwankt. Das Wort „ich“ verliert seine bekannte Bedeutung. So erleben es Amphitryon und sein Diener Sosias in Heinrich von Kleists gleichnamigem Stück. Die Verstörung setzt eine Tragödie in Gang, die von lustigen Momenten durchsetzt ist.

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Der Schatten zeigts: Hier gibt es mehr als ein Ich. Reik als Merkur als Sosias und Lux als Sosias (c) David Baltzer

Auslöser der Verstörung ist der Geschlechtstrieb des Göttervaters Jupiter. Weil der weiß, dass eine treue Ehefrau wie Amphitryons Alkmene ihn nicht einfach gewähren lässt, schlüpft der allmächtige Gott in die Gestalt des Gatten. Und begattet Alkmene eine ganze Nacht lang. (Der Mythos weiß, dass es sogar zwei Nächte waren, weil ein so großer Held wie der geplante Herkules nicht in einer einzigen Nacht gezeugt werden kann. Diese Nachtverlängerung wird bürokratisch beim Sonnengott beantragt – aber das ist eine andere Geschichte.)

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“Percy Jackson – Diebe im Olymp” von Rick Riordan (2005)

© CARLSEN Verlag

© CARLSEN Verlag

Buchkritik: Von all den Jugendbuch-Fantasy-Reihen, die den amerikanischen wie den deutschen Markt überströmen, sticht die fünfteilige Percy-Jackson-Reihe (2005-2009) von Rick Riordan positiv hervor. Mit guten Schreibstil schafft es der amerikanische Schriftsteller eine Coming-of-Age-Geschichte mit der griechischen Mythologie zu verknüpfen und kann damit vortrefflich unterhalten.

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