Genrenale5 – Genre made in Germany

13.-16.2.2017, Kino Babylon, Berlin

© Genrenale

© Genrenale

Festivalbericht: In diesem Frühjahr fand wieder parallel zur Berlinale in Deutschlands Hauptstadt Berlin die Genrenale statt. In diesem Jahr feierte das Festival sein fünftes Jubiläum und zeigte dem zu Ehren nicht nur zwei sondern vier Tage lang kurze und lange Genrefilme aus Deutschland. Da der Genrefilm ein große Spanne von Filmen umfasst, wie Horrorfilme, Science-Fiction-Filme, (Mystery-)Thriller, Actionfilme und Schwarze Komödien, bekam der Besucher ein sehr abwechslungsreiches Programm serviert. Festivalort war das Babylon-Kino in Berlin-Mitte, wo man von früh an bis spät in die Nacht fast ununterbrochen Filme sehen konnte.

Weiterlesen

Ausstellung “Things to come” (Deutsche Kinemathek, Berlin)

30. Juni 2016 bis 23. April 2017

© Deutsche Kinemathek

© Deutsche Kinemathek

Ausstellungsbericht: In der Deutschen Kinemathek in Berlin – dem Museum für Film und Fernsehen – können Fans des Science-Fiction-Genres zur Zeit auf ihre Kosten kommen. Über drei Etagen verteilt sich die Sonderausstellung “Things to come – Science Fiction Film”.

Weiterlesen

“Stalker” (1979)

© imdb

© imdb

Andrej Tarkowski – Spezial 6: Der Spielfilm “Stalker” gehört wohl zu den bekanntesten Werken des russischen Regisseurs Andrej Tarkowski. Sein fünfter Film kehrt zu einer einfacheren Erzählweise zurück und ist wieder eine Science-Fiction-Film nach einer Romanvorlage. Trotz der stringenten Erzählstruktur ist der Film ein Sinnbild für das Schaffen des Regisseurs, der mit wenig Sprache alles auszudrücken vermag, was dieser vermitteln will.

Weiterlesen

“Solaris” (1972)

© imdb

© imdb

Andrej Tarkowski – Spezial 4: In seinem dritten Langspielfilm wendet sich der russische Regisseur Andrej Tarkowski wieder einem neue Genre zu. Nach einem Kriegs- und einem Historienfilm führt er den Zuschauer nun in die Science-Fiction-Gefilde. Mit “Solaris” (OT: “Solyaris”, Deutschland/ Russland, 1972) wendet sich Tarkowski von seiner geliebten Erde ab, um in den Tiefen des Weltalls die notwendige Erd- und Naturverbundenheit unverhohlen zu bewerben.

Weiterlesen

“Hardcore” (2015)

© capelight pictures

© capelight pictures

Filmkritik: Der Spielfilm “Hardcore” (Originaltitel: Hardcore / Хардкор, RU/US, 2015) ist ein gewagtes Experiment für die normalen Sehgewohnheiten. Die wackeligen Handkamerabilder, die Brutalität und die Schnelligkeit könnten den ein oder anderen Zuschauer überfordern, doch die Menschen, die sich drauf einlassen werden durch den videospielähnlichen Film vortrefflich unterhalten.

Weiterlesen

“Die Bestimmung – Allegiant” (2016)

© 2015 Concorde Filmverleih GmbH

© 2015 Concorde Filmverleih GmbH

Filmkritik: Der jetzt in den Kinos anlaufende Film “Die Bestimmung – Allegiant” (Originaltitel: “The Divergent Series: Allegiant”, US, 2016) ist der dritte von vier Filmen, welche die Romantrilogie von Veronica Roth auf die Leinwand bringen. Die 1988 geborene Schriftstellerin Roth veröffentlichte nach ihrem Studium des Schreibens im Jahr 2011 das Buch “Die Bestimmung” (“Divergent”) und konnte mit diesem Debüt bereits große Erfolge verbuchen. Seitdem bewegte sie sich nur in diesem Universum und schloss 2013 die Trilogie mit “Die Bestimmung – Die letzte Entscheidung” (“Allegiant”) ab. Im darauffolgenden Jahr wurde unter der Regie von Neil Burger (bekannt für Filme wie “The Illusionist” (2006) und “Ohne Limit” (2011)) der erste Roman verfilmt. 2015 erschien dann die Verfilmung des zweiten Romans “Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit” (“Insurgent”) unter dem Titel “Die Bestimmung – Insurgent” auf der Leinwand. Die Regie übernahm der Deutsche Robert Schwendtke (*1968), der sich mit Filmen wie “Flight Plan – Ohne jede Spur” (2005), “R.E.D. – Älter, Härter, Besser” (2010) und „R.I.P.D.“ (2013) einen Namen gemacht hat. Er zeichnet sich nun auch für den dritten Teil verantwortlich. Er schuf einen Film, der sich nahtlos an seine Vorgänger anschließt, und das leider nicht nur im positiven Sinne.

Weiterlesen

„Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“ (2015)

© Studiocanal

© Studiocanal

Filmkritik: Die Romantrilogie “Die Tribute von Panem” (2008-2010) der amerikanischen Schriftstellerin Suzanne Collins wurde von den Lesern unterschiedlich aufgenommen. Bei jugendlichen Konsumenten waren die Bücher äußerst beliebt und erhielten in dem Sektor sogar Auszeichnungen wie den Teen Choice Award 2012.  Kritiker dagegen werfen Collins unverschämtes Plagiieren (des japanischen Romans “Battle Royale”) und Kreativlosigkeit vor. Ungeachtet dessen verschaffen die vier Verfilmungen der Trilogie von 2012 bis 2015 den Büchern neue und vor allem internationale Anerkennung. Der letzte Teil „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“ (OT: „The Hunger Games: Mockingjay Part 2“, US, 2015) ist die Verfilmung des zweiten Teils des dritten Buches und schließt die Reihe stimmig ab.

Weiterlesen

“Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste” (2015)

 © Twentieth Century Fox France

© Twentieth Century Fox France

Filmkritik: Der amerikanische Schriftsteller James Dashner (*1972) schrieb für Jugendliche die dystopische Science-Fiction-Romantrilogie “Maze Runner” (2009-2011). Nachdem im letzten Jahr der erste Teil “Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth” in die Kinos kam, folgt nun der zweite Teil der Saga: “Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste” (OT: “Maze Runner: The Scorch Trials”, US, 2015).

Weiterlesen

„Vice“ (2015)

© Universum Film Home Entertainment

© Universum Film Home Entertainment

Filmkritik: Es gibt eine Vielzahl an Filmen, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen. Oft widmet sich diese Art Filme dann der Frage, was Freiheit und Selbstbestimmung für diese Kunstwesen bedeuten. Prominente Beispiele sind „Blade Runner“ (1982) von Ridley Scott, „A.I. – Künstliche Intelligenz“ (2001) von Steven Spielberg und der 2015 erschienene Film „Ex Machina“. Auch der neue Film von Brian A. Miller (Regisseur von bspw. „In the Crossfire“ (2010)) beschäftigt sich mit diesem Thema: „Vice“ (OT: „Vice“, US, 2015).

Weiterlesen

“Home – Ein smektakulärer Trip” (“Home”, US, 2015)

© 2015 Twentieth Century Fox

© 2015 Twentieth Century Fox

Filmkritik: In den meisten Animations- und Zeichentrickfilmen werden auf kindgerechte Art und Weise Fehler der Menschen angeprangert (meist ersetzt durch andere Kreaturen oder Tiere). Doch bei “Home” besitzen die Menschen durchweg positive Eigenschaften, für welche es sich zu kämpfen lohnt. Die Boovs, eine Außerirdischen-Rasse, fliehen schon viele Jahre vor ihrem Erzfeind. Die Erde scheint ihnen das perfekte Versteck zu sein. Alle Menschen werden von den Boovs in Siedlungen ausgesiedelt, so dass sie die Welt übernehmen und dort in Frieden leben können. Doch einer der Boovs, der andersartige Oh (gesprochen von Bastian Pastewka – im Original von Jim “Sheldon” Parsons) schickt aus Versehen den Feinden die Adresse ihres Zufluchtsortes. Um diesen Fehler auszubügeln, schließt er sich mit dem Menschenmädchen Gratuity ‘Tip’ Tucci (Josefine Preuß, im englischen Original: Rihanna) zusammen, die ihre Mutter sucht. Die Zweckgemeinschaft erlebt eine abenteuerliche Reise quer über den Globus. Der Animationsfilm von Tim Johnson (Regisseur von “Antz” (1998) und “Ab durch die Hecke” (2006)) besticht durch seine Gestaltung, durch die interessanten Figuren der Boovs, die mit ihrer Stimmung auch ihre Farbe wechseln, und durch den abenteuerlichen Roadtrip. Schwerer zu ertragen ist dagegen der teilweise recht seichte Humor und der sehr poppige Soundtrack (darunter viele Songs von Rihanna), welcher dem Film in manchen Szenen sogar eher den Schwung raubt. Doch am schlimmsten für Erwachsene könnte die Idealisierung der Menschen sein. Alles, was den unterkühlten Boovs fehlt, wie Liebe, Familie und Gesellschaft, zeichnet die Menschen aus. Dabei sind diese stets friedfertig und versuchen immer zueinander zu halten. So ging es den Machern nur um die Betonung der Bedeutung von Familie. Wenn man sich stets in Erinnerung ruft, für welche Zielgruppe – eben Kinder – der Film gemacht ist, kann man über diesen Fakt hinwegsehen und sich gut unterhalten lassen.

Bewertung: 6/10

Film Nr. 1 der 25-Tage-Flatrate vom Cinemaxx

geschrieben von Doreen Matthei