„Im Westen nichts Neues“ (1930)

Filmkritik: Nachdem bereits die erste Oscarverleihung 1929 einen Kriegsfilm – „Flügel aus Stahl“ – zum Gewinner gekürt hat, wurde auf der dritten Oscarverleihung, welche am 5. November 1930 im Ambassador Hotel in Los Angeles stattfand und vom Schauspieler Conrad Nagel moderiert wurde, einer der heute noch bekanntesten Antikriegsfilme mit zwei Oscars ausgezeichnet. Was umso mehr verwundert, wenn man bedenkt, dass im selben Jahr bei der 2. Verleihung ein Musical („The Broadway Melody“ (1929)) gewonnen hat. Nach einer Romanvorlage von Erich Maria Remarque schuf der Regisseur Lewis Milestone mit „Im Westen nichts Neues“ (OT: „All Quiet on the Western Front“, USA, 1930) einen 136-minütigen, aufwühlenden Spielfilm, der sich auch nicht vor harten Aufnahmen scheute. Dafür wurde der Film mit vier Oscarnominierungen in den sechs möglichen Kategorien bedacht, konnte den Preis für die ‚Beste Regie‘ und den ‚Besten Film‘ mit nach Hause nehmen und setzte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Liebesparade“ (1929) von Ernst Lubitsch durch. 

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„The Zone of Interest“ (2023)

Filmkritik: Der Gewinner des diesjährigen Oscars für den ‚Besten Internationalen Film‘ war der britische Spielfilm „The Zone of Interest“ (OT: „The Zone of Interest“, USA/UK/Polen, 2023) von Jonathan Glazer, der seit seiner Premiere in Cannes 2023 bereits in aller Munde ist, da er sich auf eine ungewohnte Weise mit den NS-Verbrechen beschäftigt.

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„In 80 Tagen um die Welt“ (1956)

Filmkritik: Der Spielfilm „In 80 Tagen um die Welt“ (OT: „Around the World in Eighty Days“, USA, 1956)  war neben „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) lange Zeit der Film mit dem längsten Titel als ‚Besten Film‘-Gewinner der Oscargeschichte. Er konnte auf der 29. Oscarverleihung, die am 27.03.1957 an zwei Orten gleichzeitig stattfand (im RKO Pantages Theatre in Los Angeles und im NBC Century Theatre in New York City) von seinen acht Nominierungen (von insgesamt 20 Kategorien) fünf Oscars mit nach Hause nehmen. Darunter wurden ihm in der von Jerry Lewis in Los Angeles und Celeste Holm in New York City moderierten Gala u.a. der Preis für das ‚Beste adaptierte Drehbuch‘, aber auch für den ‚Besten Film‘ zugesprochen. In der Hauptkategorie setzte er sich durch gegen Filme wie „Die zehn Gebote“ (1956) von Cecil B. DeMille und „Giganten“ (1956) mit George Stevens, der im Gesamten der Verlierer der Oscarverleihung war, da er von seinen zehn Nominierungen nur eine Trophäe (Beste Regie) gewinnen konnte. 

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„Asphalt-Cowboy“ (1969)

Filmkritik: Auf der 42. Oscarverleihung, welche am 7. April 1970 im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles und ohne Moderation stattfand, gewann der amerikanische Spielfilm „Asphalt-Cowboy“ (OT: „Midnight Cowboy“, USA, 1969) von John Schlesinger von sieben Nominierungen drei Oscars. Darunter auch den einzigen Oscar für Schlesinger in seiner Karriere. Auch erhielt er die Auszeichnung zum ‚Besten Film‘ und setzte sich so gegen Filme wie „Hello, Dolly!“ (1969) und „Zwei Banditen“ (1969) durch.

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„Der Stadtneurotiker“ (1977)

Filmkritik: Ganze 24 Mal war der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Woody Allen im Laufe seines bisherigen Schaffens für diverse Oscars nominiert gewesen. Die ersten Trophäen erhielt er für seinen Spielfilm „Der Stadtneurotiker“ („Annie Hall“, USA, 1977), der 1977 einen Wendepunkt in seiner Karriere darstellte. Zum 50. Jubiläum der Oscarverleihung, welche zum 13. Mal von Bob Hope moderierte wurde, wurde der Film für die Big Five nominiert, konnte vier Oscars u.a. den für ‚Besten Film‘ gewinnen und setzte sich so in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Krieg der Sterne“ (1977) von George Lucas durch. 

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„Das Schweigen der Lämmer“ (1991)

Filmkritik: Der Spielfilm „Das Schweigen der Lämmer“ (OT: „The Silence of the Lambs“, USA, 1991) von Jonathan Demme schaffte bei der 64. Oscarverleihung 1992, welche am 30. März im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles stattfand, etwas, was erst zwei weiteren Filmen („Es geschah in einer Nacht“ (1934), „Einer flog übers Kuckucksnest“ (1975)) gelungen ist. Er gewann die Big Five von seinen insgesamt sieben Nominierungen. Das überraschte alle, die Ausgezeichneten selbst ebenso wie das Publikum, denn schon lange hat kein Thriller, geschweige denn einer mit expliziten Horror-Elementen, den Preis gewonnen und setzte sich so in der Hauptkategorie ‚Bester Film‘ gegen Filme wie „JFK – Tatort Dallas“ (1991) und „Die Schöne und das Biest“ (1991) durch.

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„Slumdog Millionär“ (2008)

Filmkritik: Der britische Spielfilm „Slumdog Millionär“ (OT: „Slumdog Millionaire“, UK, 2008) von Danny Boyle war nach „Der letzte Kaiser“ (1987) erst der zweite Film, der ohne Unterstützung eines US-Studios realisiert wurde, den Preis für den ‚Besten Film‘ gewann. Die 81. Oscarverleihung fand am 22.02.2009 im Kodak Theatre in Los Angeles unter der Moderation von Hugh Jackman statt. Von 281 Filmen, die sich für die Kategorie ‚Bester Film‘ qualifizierten, wurden fünf Filme u.a. „Der Vorleser“ (2008) und „Milk“ (2008) nominiert und „Slumdog Millionär“, der vorher schon als Favorit gehandhabt wurde, gewann schlussendlich acht Oscars von insgesamt neun Nominierungen, darunter auch die Hauptpreise ‚Bester Film‘ und ‚Beste Regie‘.

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„The Long Goodbye“ (2020)

Kurzfilm / UK / Fiktion / 2020

Filmkritik: Der Schauspieler und Rapper Riz Ahmed, der u.a. 2020 für „The Sound of Metal“ für den Oscar für den ‚Besten Hauptdarsteller‘ nominiert war, schuf zusammen mit dem Regisseur Aneil Karia den Kurzfilm „The Long Goodbye“, der 2022 den Oscar für den ‚Besten Kurzfilm‘ gewann.

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„The Queen of Basketball“ (2021)

Kurzfilm / USA / Dokumentation / 2021

Filmkritik: Der Gewinner des Oscars für den ‚Besten Dokumentarkurzfilm‘ auf der 94. Oscarverleihung 2022 war das 22-minütige Portrait „The Queen of Basketball“ von Ben Proudfoot, welcher der Basketballerin Lusia Harris ein verdientes Denkmal setzt.

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„Der schlimmste Mensch der Welt“ (2021)

Filmkritik: Der norwegische Regisseur Joachim Trier, der weitläufig mit dem bekannten Regisseur Lars von Trier verwandt ist, erzählt in seinem fünften Spielfilm „Der schlimmste Mensch der Welt“ (OT: „Verdens verste menneske“, Norwegen, Frankreich, Schweden, Dänemark, 2021) von der heutigen Generation der End-20er, welcher alle Möglichkeiten offen stehen, und schaffte es damit bis zur 94. Oscarverleihung, wo er in den Kategorien ‚Bester fremdsprachiger Film‘ und ‚Bestes Originaldrehbuch‘ nominiert wurde.

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