„Walk Run Cha-Cha“ (2019)

Kurzfilm / USA / Dokumentation / 2019

 Filmkritik: Auf den ersten Blick scheint die Kurz-Dokumentation „Walk, Run, Cha-Cha“ nicht der perfekte Oscarkandidat zu sein. Doch der Film von Laura Nix, einer der fünf Nominierten als ‚Bester Dokumentar-Kurzfilm‘ auf der 92. Oscarverleihung, erzählt auf entspannte Weise eine Flüchtlingsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel heraus.

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„Marriage Story“ (2019)

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Marriage Story“ (OT: „Marriage Story“, USA, 2019) erzählt auf bedrückend echte Weise vom Ende einer Beziehung und einem Sorgerechtsstreit ohne jegliche Schwarz-Weiß-Zeichnung. Inspiriert von seiner eigenen Trennung schuf der Regisseur Noah Baumbach einen aufwühlenden Film, der nicht zu Unrecht trotz der Netflix-Herkunft mit sechs Nominierungen bei der 92. Oscarverleihung antrat und davon aber leider nur einen gewinnen konnte.

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„Parasite“ (2019)

Filmkritik: Der koreanische Regisseur Joon-ho Bong liefert seit Jahren gute Filme ab u.a. „Snowpiercer“ (2013) und „Okja“ (2017). Seinen internationalen Durchbruch feierte er mit dem außergewöhnlichen Monsterhorrorfilm „The Host“ (2006). Jetzt folgt sein neuester Film „Parasite“ (OT: „Gisaengchung“, Südkorea, 2019), eine Mischung aus Horrorfilm und Gesellschaftsdrama. Damit gewann er als erster südkoreanischer Film die ‚Goldene Palme‘ in Cannes und sensationellerweise vier Oscars auf der 92. Oscarverleihung 2020.

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„Million Dollar Baby“ (2004)

2005 / 77. Oscarverleihung / 7 Nominierungen / 4 Auszeichnungen

Filmkritik: Auf der 77. Oscarverleihung, welche am 27. Februar 2005 stattfand, war „Aviator“ von Martin Scorsese in reinen Zahlen der große Abräumer. Doch Clint Eastwoods Boxer-Drama „Million Dollar Baby“ (OT: „Million Dollar Baby“, USA, 2004) konnte in drei der Big-Five-Kategorien Trophäen abräumen und so war er der Star der Verleihung: Neben den Oscars für die ‚Beste Regie‘ und die ‚Beste Hauptdarstellerin‘ gewann er den Preis für den ‚Besten Film‘, setzte sich damit gegen „Aviator“, „Ray“ „Sideways“ und „Wenn Träume fliegen lernen“ durch und war damit die große Überraschung des Abends. Denn im Vorfeld ging er bei vielen Filmpreisen leer aus, lediglich Eastwood selbst konnte vorher den einen oder anderen Preis gewinnen. Wie konnte sich also das Drama mit nur sieben Nominierungen, gegen den großen „Aviator“ mit ganzen elf Nominierungen durchsetzen? Dies liegt vor allem in seiner starken Geschichte und der großartigen Performance von Hilary Swank begründet.  

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„Brotherhood“ (2018)

Kurzfilm / Tunesien, Kanada, Katar, Schweden / Fiktion / 2018

Filmkritik: Der Kurzfilm „Brotherhood“ der tunesischen Filmemacherin Meryam Joobeur entfaltet seine Explosivität erst mit dem Voranschreiten des Films – aus einem scheinbaren Familienzwist entsteht ein brisantes Politikum. Damit schaffte es der Kurzfilm bis zu den 92. Oscars, konnte dann aber nicht gegen „The Neighbors’ Window“ von Marshall Curry gewinnen.

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„Hair Love“ (2019)

Kurzfilm / USA / Animation / 2019

Filmkritik: Auf der 92. Oscarverleihung im Jahr 2020 wurde „Hair Love“ der Regisseure  Matthew A. Cherry, Everett Downing Jr. und Bruce W. Smith zum Gewinner des Oscars für den ‚Besten animierten Kurzfilm‘ gekürt. Der Film war im Vorfeld ein klarer Favorit, da er die richtige Mischung aus einem entzückenden Look und einer wichtigen Botschaft besitzt.

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„West Side Story“ (1961)

1962 / 34. Oscarverleihung / 11 Nominierungen / 10 Auszeichnungen

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „West Side Story“ ist das sechste Musical, welches die Auszeichnung als ‚Bester Film‘ erhielt. Auf der 34. Oscarverleihung, welche am 9. April 1962 in Santa Monica stattfand und die von Bob Hope zum 13. Mal moderiert wurde, wurde er in den 19 Kategorien stolze elf Mal nominiert und konnte zehn Preise gewinnen. Er galt als der große Abräumer des Abends und konnte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Haie der Großstadt“ von Robert Rossen und „Das Urteil von Nürnberg“ von Stanley Kramer, welcher ihn nur in der Kategorie ‚Bestes adaptiertes Drehbuch‘ schlagen konnte, durchsetzen.     

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„French Connection – Brennpunkt Brooklyn“ (1971)

1972 / 44. Oscarverleihung / 8 Nominierungen / 5 Auszeichnungen 

Filmkritik: Auf der 44. Oscarverleihung wurde der Cop-Film „French Connection – Brennpunkt Brooklyn“ (OT: „The French Connection“, USA,1971) mit acht Nominierungen bedacht und gab so dem Straßenkrimi mit seiner rauen Mentalität Aufschwung. Er konnte ganze fünf Trophäen auf der am 10. April 1972 stattfindenden Verleihung gewinnen und bescherte dem Regisseur William Friedkin seinen einzigen Oscar. Es war eine große Überraschung, dass er auch den Oscar als ‚Bester Film‘ gewann. Denn der Film, der viel auf Improvisation setzte, ist kein künstlerisch wertvoller Film, sondern pure Unterhaltung. Trotzdem konnte er den Favoriten „Uhrwerk Orange“ von Stanley Kubrick und die anderen drei Konkurrenten („Anatevka“, „Die letzte Vorstellung“ und „Nikolaus und Alexandra“) ausstechen. 

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92. Oscars 2020

9. Februar 2020 / Dolby Theatre / Los Angeles

Oscar-Rückblick: Die 92. Verleihung der Academy Awards of Merit fand in diesem Jahr ungewöhnlich früh in der ersten Jahreshälfte statt. Am 9. Februar 2020 wurden im Dolby Theatre in Los Angeles in 19 Kategorien Oscars vergeben. Dabei blieben sie hier dem moderationsfreien Konzept des letzten Jahres treu und fanden einen Weg, diese Lücke zu schließen. Der so gestrafften Veranstaltung fehlte es dadurch zwar weiterhin etwas an Charme, aber sie bestach durch die hervorragende Auswahl an Filmen und vor allem überraschte sie mit „Parasite“ als großen Gewinner des Abends.

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„Alles über Eva“ (1950)

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Alles über Eva“ (OT: „All about Eve“, USA, 1950) von Joseph L. Mankiewicz war der große Gewinner auf der 23. Oscarverleihung und gewann 6 der 18 verliehenen Preise. Doch nicht nur das, er übertraf mit seinen 14 Nominierungen den von „Vom Winde verweht“ (1939) aufgestellten Nominierungsrekord (13) und wurde erst wieder von „Titanic“ im Jahr 1997 mit ebenfalls 14 Nominierungen erreicht. Neben den Oscars für Regie und Drehbuch, konnte er sich auch den Preis als ‚Bester Film‘ sichern und setzte sich so gegen die starken Konkurrenten „Boulevard der Dämmerung“ (1950) von Billy Wilder und Vincente Minnellis „Vater der Braut“ (1950) durch.     

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