„Der Fall Richard Jewell“ (2019)

Filmkritik: Der Regisseur und Schauspieler Clint Eastwood liefert seit seinem Regieauftakt in den 70er Jahren mit einer gewissen Regelmäßigkeit Spielfilme ab, die es meist auch zu den Oscars schaffen. Der neueste Film des mittlerweile 90-jährigen Filmemachers – „Der Fall Richard Jewell“ (OT: „Richard Jewell“, USA, 2019) – schaffte es mit nur einer Nominierung zu den 92. Oscars, ging aber leer aus. Jetzt startet das Drama, das auf wahren Ereignissen beruht, verspätet in den deutschen Kinos.

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„Million Dollar Baby“ (2004)

2005 / 77. Oscarverleihung / 7 Nominierungen / 4 Auszeichnungen

Filmkritik: Auf der 77. Oscarverleihung, welche am 27. Februar 2005 stattfand, war „Aviator“ von Martin Scorsese in reinen Zahlen der große Abräumer. Doch Clint Eastwoods Boxer-Drama „Million Dollar Baby“ (OT: „Million Dollar Baby“, USA, 2004) konnte in drei der Big-Five-Kategorien Trophäen abräumen und so war er der Star der Verleihung: Neben den Oscars für die ‚Beste Regie‘ und die ‚Beste Hauptdarstellerin‘ gewann er den Preis für den ‚Besten Film‘, setzte sich damit gegen „Aviator“, „Ray“ „Sideways“ und „Wenn Träume fliegen lernen“ durch und war damit die große Überraschung des Abends. Denn im Vorfeld ging er bei vielen Filmpreisen leer aus, lediglich Eastwood selbst konnte vorher den einen oder anderen Preis gewinnen. Wie konnte sich also das Drama mit nur sieben Nominierungen, gegen den großen „Aviator“ mit ganzen elf Nominierungen durchsetzen? Dies liegt vor allem in seiner starken Geschichte und der großartigen Performance von Hilary Swank begründet.  

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„Erbarmungslos“ (1992)

1993 / 65. Oscarverleihung / 9 Nominierungen / 4 Gewinne

Filmkritik: Wie allseits bekannt sind vor allem Dramen dafür prädestiniert Oscars zu gewinnen. Doch in der Oscargeschichte haben es auch drei Western geschafft, den höchsten Preis zu ergattern. Der erste war „Cimarron – Pioniere des Wilden Westens“ (1931) und „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990) folgte 60 Jahre später. Auf der 65. Oscarverleihung, welche am 29. März 1993 im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles stattfand, gewann der Neo-Western „Erbarmungslos“ (OT: „Unforgiven“, USA, 1992) vier der 23 Trophäen und setzte sich in der Hauptkategorie gegen Konkurrenten wie „Der Duft der Frauen“ (OT: „Scent of a Woman“, 1992), „Eine Frage der Ehre“ (OT: „A few good Men“, 1992) und „Wiedersehen in Howards End“ (OT: „Howards End“, 1992) durch.

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„The Mule“ (2019)

Filmkritik: In seinem Spätwerk scheint sich Regisseur und Darsteller Clint Eastwood auf amerikanische Helden á la „American Sniper“ (2014) und, wenn er selbst mitspielt, auf kauzige Rentner mit Herz wie bei „Gran Torino“ (2008) spezialisiert zu haben. Auch in seinem 40. Film als Regisseur – „The Mule“ (OT: „The Mule“, USA, 2019) – gibt er sich selbst mit 88 Jahren die Rolle eines Rentner-Drogenkurier. Weiterlesen