Der Autor Thomas Rosenlöcher

Buchkritik: In gewohnter Manier gibts Geburtstagsglückwünsche von mir: verspätet. Dabei hatte Karin Grossmann pünktlich am 29.07. einen mit Herzblut geschriebenen Artikel über Thomas Rosenlöcher in der Sächsischen Zeitung gebracht. Der Dresdner mit Fusselbart und Bäuchlein wurde 70 Jahre alt und ist ansonsten Autor.

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Thomas Rosenlöcher (c) dpa/Frank Rumpenhorst

Rosenlöcher schreibt Lyrik, die gut klingt, schöne Bilder entwirft, aber in der Realität verwurzelt ist. Kein salbungsvoller Kitsch und daher eine absolute Empfehlung für alle, denen es graust vor rosiger Romantik oder modernen Gedichten, die einen ratlos zurücklassen und so elegant sind wie ein Einkaufszettel. Nee, der kanns! Wenn er in seinem Gedichtband „Am Wegrand steht Apollo“ beschreibt, wie eine Frau geht und dabei ihren Kopf wie eine teure Vase trägt, dann weiß man, welchen Typ Mensch er meint (bei ihm klingt das besser als bei mir). Und das Bild vergisst man nicht – witzig und warmherzig.

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