„Im Westen nichts Neues“ (1930)

Filmkritik: Nachdem bereits die erste Oscarverleihung 1929 einen Kriegsfilm – „Flügel aus Stahl“ – zum Gewinner gekürt hat, wurde auf der dritten Oscarverleihung, welche am 5. November 1930 im Ambassador Hotel in Los Angeles stattfand und vom Schauspieler Conrad Nagel moderiert wurde, einer der heute noch bekanntesten Antikriegsfilme mit zwei Oscars ausgezeichnet. Was umso mehr verwundert, wenn man bedenkt, dass im selben Jahr bei der 2. Verleihung ein Musical („The Broadway Melody“ (1929)) gewonnen hat. Nach einer Romanvorlage von Erich Maria Remarque schuf der Regisseur Lewis Milestone mit „Im Westen nichts Neues“ (OT: „All Quiet on the Western Front“, USA, 1930) einen 136-minütigen, aufwühlenden Spielfilm, der sich auch nicht vor harten Aufnahmen scheute. Dafür wurde der Film mit vier Oscarnominierungen in den sechs möglichen Kategorien bedacht, konnte den Preis für die ‚Beste Regie‘ und den ‚Besten Film‘ mit nach Hause nehmen und setzte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Liebesparade“ (1929) von Ernst Lubitsch durch. 

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