die bühne: Im schönsten Wiesengrunde

@Max Helm PhotoArts

 

 

Aufführungsbericht: Das Laientheater der TU Dresden nimmt sich der britischen Dramatikerin Sarah Kane an. Ihre Stücke sind mehr berüchtigt denn berühmt für ihre offene Gewaltdarstellung, für Brutalität, die aus allen Poren trieft. Wie wollen die Laien das darstellen, womit schon die Profis Probleme haben? Da soll der Schauspieler mitten auf der Bühne seinen Darm entleeren. Da werden Augen ausgesaugt und Dinge irgendwo hineingesteckt, wo sie nicht hineingehören. Für diese Schonungslosigkeit gewann Sarah Kane mehrere Preise, auch aus Deutschland. Dennoch nahm sich die depressive Britin 1999 das Leben. Sie wurde nur 28 Jahre alt. Ob ihr gefallen hätte, wie die Studenten ihr Werk verwursten?

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“Anomalisa” (2015)

© 2015 Paramount Pictures. All Rights Reserved.

© 2015 Paramount Pictures. All Rights Reserved.

Filmkritik: Der Amerikaner Charlie Kaufman (*1958) zeichnete sich in seiner bisherigen Karriere vor allem als Drehbuchschreiber aus. Er schrieb die Bücher zu den Spike Jonzes-Filmen “Being John Malkovich” (1999) und “Adaption – Der Orchideen-Dieb” (2002) sowie zu dem bekannten Michael Gondry-Film “Vergiss mein nicht” (2004), für welchen er einen Oscar erhielt (Kategorie “Bestes Original-Drehbuch“). Sein Debüt als Regisseur feierte er mit dem Film “Synecdoche, New York” (2008). Sieben Jahre später erscheint nun sein zweiter Film als Regisseur: Der Animationsfilm “Anomalisa” (OT: “Anomalisa”, US, 2015) ist zwar von ganz anderer Machart als die bisherigen Spielfilme, aber trotzdem als ein kaufmanesker Film klar erkennbar.

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