Deutung des Daseins. Bernhard Kretzschmar in der Städtischen Galerie Dresden

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Bernhard Kretzschmar: Selbstportät (1946)

Ausstellungsbericht: Gleich zu Beginn grüßt der Maler den Besucher. Das Selbstporträt, das Bernhard Kretzschmar 1946 malte, beeindruckt durch vertikale Linien. Sie rahmen und takten das Porträt, aus dem Kretzschmar (1889-1972) ruhig und kritisch blickt.

 

Erst danach fällt der Blick auf den Lebenslauf an der Wand. Obwohl Kretzschmar in der Zeit der beiden großen Kriege lebte und sich freiwillig als Soldat im Ersten Weltkrieg meldete, war er nur ein Jahr beim Militär. Weiterlesen

Böcklin-Wetter

Boecklin

Arnold Böcklin: Frühlingsreigen, 1881

Lasst uns mal übers Wetter reden. Ist es nicht gerade postkartenmäßig? Der Himmel blitzeblau, die Natur saftig grün. „Böcklin“ denke ich, bevor ich es richtig merke. Bestätigung erfolgt nach bewusstem Nachdenken: Arnold Böcklin malte den „Frühlingsreigen“. Ein Bild in Grün und Blau, und obwohl es seine hundert Jahre auf dem Buckel hat, ist dieser Tag genau das. So muss Kunst sein.

Übrigens: Bekannt ist Böcklin eigentlich für Morbides. Sein Verkaufsschlager heißt „Die Toteninsel“, von der er fünf Versionen an den Mann brachte.

Geschrieben von Katrin Mai