Deutung des Daseins. Bernhard Kretzschmar in der Städtischen Galerie Dresden

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Bernhard Kretzschmar: Selbstportät (1946)

Ausstellungsbericht: Gleich zu Beginn grüßt der Maler den Besucher. Das Selbstporträt, das Bernhard Kretzschmar 1946 malte, beeindruckt durch vertikale Linien. Sie rahmen und takten das Porträt, aus dem Kretzschmar (1889-1972) ruhig und kritisch blickt.

 

Erst danach fällt der Blick auf den Lebenslauf an der Wand. Obwohl Kretzschmar in der Zeit der beiden großen Kriege lebte und sich freiwillig als Soldat im Ersten Weltkrieg meldete, war er nur ein Jahr beim Militär. Weiterlesen

Ralf Winkler- A. R. Penck in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

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A. R. Penck: ohne Titel, 1975 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Andreas Diesend

Ausstellungsbericht: Im Herbst schlug die Debatte um das Verschwinden der DDR-Kunst aus den Museen große Wellen. Marion Ackermann, Leiterin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, gab sich verwundert. Hie und da findet sich schließlich noch Zonenkunst in den Neuen Meistern. Und vollmundig kündigte sie eine Ausstellung über A. R. Penck für 2018 an. Bis Mitte Mai kann man sie im Residenzschloss besichtigen.

 

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Ausstellung “Karl-Heinz Adler – Ganz Konkret” (Albertinum, Dresden)

30.03.-15.10.2017, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Albertinum

Sonderausstellung „Karl-Heinz Adler: Ganz Konkret“ im Albertinum Dresden

Ausstellungsbericht: Das Albertinum widmet eine kleine Schau dem in der ehemaligen DDR lebenden Künstler Karl-Heinz Adler (*1927). Dieser gehört zu den wichtigsten Vertretern der Konkreten Kunst im Nachkriegsdeutschland. Er hat eine bewegende Geschichte als Künstler durch und passend zu seinem 90. Geburtstag wird dem Zuschauer hier in Dresden ein Überblick über das Œuvre Adlers gegeben. Weiterlesen

Sonderschau „25 Jahre Städtische Kunstsammlung Freital“

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Kurzsichtiger Blick in den weitläufigen Saal der Dauerausstellung, auf die Dix-Bilder @Schloss Burgk Freital

Ausstellungsbericht: „Auch das gibt`s“, heißt es im Schloss Burgk. Damit mag auch der stille, in sich gekehrte Kulturgenuss gemeint sein, den Freital dem letztjährigen Wutgeschrei der Flüchtlingsfeinde entgegensetzt. Eigentlich aber verweist der Name darauf, dass die gezeigten Stücke normalerweise im Depot lagern. Also unbedingt anschauen?

Für vier Euro erhält man nicht nur Eintritt in die Sonderschau, sondern auch in die ständige Ausstellung plus Schlossmuseum. Dieses hält für den geneigten Besucher Einblicke in das Bergwerkswesen bereit sowie die Geschichte der einstigen Schlossbesitzer, der Familie Dathe von Burgk. Das ist insgesamt eine Menge für wenig Geld. Wie gut kann dann die Qualität der gezeigten Bilder sein?

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