94. Oscars 2022

  1. März 2022 /  Dolby Theatre in Los Angeles

Oscar-Rückblick: Die 94. Verleihung der Academy Awards of Merit, kurz genannt die Oscars, fanden in diesem Jahr 2022 wieder unter dem Stern der Normalität statt. Auf Masken und andere Hygienevorschriften wurde weitgehend verzichtet, man saß und stand wieder nah beieinander. Auch wurde die Show wieder um viele Aspekte, die man im letzten Jahr schmerzlich vermisst hat, erweitert, so gab es wieder Gesangsdarbietungen und eine Anmoderation. Regina Hall, Amy Schumer und Wanda Sykes übernahmen diese und brachten den gesellschaftsbissigen Witz wieder auf die Bühne. Das einzige was von den letzten Jahren übrig geblieben ist, war das Gefühl, dass sie es sehr eilig hatten. Bereits  kurz vor der eigentlichen Verleihung wurden acht Preise verliehen und per Video in die Show integriert. Die dreistündige Verleihung, bei der insgesamt zwölf Filme ausgezeichnet wurden, verging im Gesamten wie im Flug und brachte die eine oder andere Überraschung mit sich.

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„Harvie Krumpet“ (2003)

Kurzfilm / Australien / Animation / 2003

Filmkritik: In dem 23-minütigen Kurzfilm „Harvie Krumpet“ bleibt der Regisseur Adam Elliot seinem Prinzip der Clayography – Biographien mit Knete zu erzählen – treu und wurde dafür 2003 mit dem Oscar für den ‚Besten animierten Kurzfilm‘ ausgezeichnet. Weiterlesen

„Opera“ (2020)

Kurzfilm / USA/Südkorea / Animation / 2020

Filmkritik: Auf der 93. Oscarverleihung 2021 gab es viele starke Animationskurzfilme, neben den Gewinnerfilm „If anything happens I love you“ stachen auch die die beiden Kurzfilme „Genius Loci“ und „Opera“ hervor, die andere künstlerischen Ansätze für ihren Geschichte wählten. Der neunminütige Kurzfilm „Opera“ von Eric Oh erzählt von Systemen und Gesellschaften, welche immer wieder die gleichen Fehler machen.

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„Hollywood“ (Staffel 1, 2020)

Serienkritik: Der Erfinder von Serien wie „Glee“ (2009-2015) und „American Horror Story“ (seit 2011) schuf mit seiner siebenteiligen Miniserie „Hollywood“ (2020) ein Was-wäre-wenn-Szenario, bestückt mit realen Persönlichkeiten und in einem Umfeld, in dem es sich jeder Cineast gern sofort gemütlich macht.

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„Twelve Years a Slave“ von Solomon Northup (1853)

285 Seiten / Piper Verlag / 9,99 €

Buchkritik: Fast zeitgleich mit dem damals äußerst populären „Onkel Toms Hütte“ (1852) von Harriet Beecher Stowe erschienen die Memoiren von Solomon Northup: „Twelve Years a Slave“ (OT: „Twelve Years a Slave“, 1853). Darin schildert er unverfälscht das Leben als Sklave, beginnend bei seiner Entführung als freier Mann bis hin zu seiner Rettung.

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„Jojo Rabbit“ (2019)

Filmkritik: Die Komödie „Jojo Rabbit“ des neuseeländischen Regisseurs Taika Waititi, der uns den wunderbaren dritten Teil von Thor („Thor: Tag der Entscheidung“ (2017)) geschenkt hat und vor allem mit der Komödie „5 Zimmer Küche Sarg“ begeistern konnte, wirft die Frage auf, ob man sich über Hitler lustig machen sollte, aber vor allem liefert der Film bombastische Unterhaltung, welche nicht vor massiven Übertreibungen zurückschreckt, aber im Kern herzensgut ist.

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