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Cinestrange: Tag 4

Am vierten Tag des Cinestranges – pünktlich zum Wochenendbeginn – schien der offizielle Startschuss zum Festival gefallen zu sein. Der rote Teppich wurde ausgerollt, Sekt ausgeschenkt und die Gäste begrüßt. Nachdem am späten Nachmittag lediglich vier Kurzfilme liefen, startete am Abend der Film „Rabid Dogs“ (2015) in Anwesenheit der Jury und fast allen Gästen. Mit einer offiziellen Rede wurden die Betreiber und alle Beteiligten vorgestellt. Neben dem Film „Turbo Kid“ war das der zweite sehr gut besuchte Film des Festivals. Danach konnte man munter auf diversen Partys das Tanzbein schwingen, u.a. zu Musik der DJane Micaela Schäfer, Model, das sich gerne freizügig zeigt, und eine Burlesque-Show geniessen. Für Fans gab es auch noch die Möglichkeit, sich ein Autogramm vom Regisseur John Hough zu holen. Abgeschlossen wurde der Tag wieder mit einem Fulci-Film. Dieses Mal: „Das Haus an der Friedhofsmauer“ (OT: „Quella Villa Accanto“, IT, 1981).

geschrieben von Doreen Matthei

„Turbo Kid“ (2015)

© Universum Film Home Entertainment

© Universum Film Home Entertainment

Filmkritik: Gleich vorweg: „Turbo Kid“ (OT: „Turbo Kid“, CAN/NZ, 2015) ist nicht für jedemann etwas. Man sollte mindestens Endzeitfilme, Trash, Blutfontänen und Gore-Effekte mögen. Das alles steckt in dem Film von Francois Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell drin. Und noch einiges mehr.

Kid (Munro Chambers) schlägt sich 1997 allein in einer postapokalyptischen Welt durch, indem er sich streng an seine eigenen aufgestellten Regeln hält. Sein Leben wird durch die auf einmal auftauchende Apple (Laurence Leboeuf) mächtig durcheinander gebracht. Gerade als er erkennt, dass ein Leben zu zweit und vor allem mit ihr mehr Spaß macht, wird sie entführt. So begibt er sich auf den Weg, sie vor dem grausamen Wasteland-Anführer Zeus (Michael Ironside) zu retten. Dieser zwingt Menschen dazu, sich in seiner Arena gegenseitig abzuschlachten. Kid verwandelt sich dabei nach und nach in den Superhelden „Turbo Kid“, der er schon immer sein wollte.

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„The Reach – In der Schusslinie“ (2015)

© Universum Film Home Entertainment

© Universum Film Home Entertainment

Filmkritik: Die Handlung von „The Reach – In der Schusslinie“ (OT: „Beyond the Reach“, US, 2015) ist schnell umrissen: Ben (Jeremy Irvine), dessen Freundin Laina (Hanna Mangan Lawrence) gerade nach Denver zum Studieren gegangen ist, bringt den reichen Geschäftsmann Madec (Michael Douglas) in die Mojave-Wüste, um ihn als Fährtenleser bei der Jagd nach einem Dickhornschaf zu leiten. Doch dieser erschießt aus einer Verwechslung heraus nicht das Schaf, sondern einen alten Mann. Um dies zu vertuschen, versucht Madec erst Ben zu bestechen, entschließt sich dann aber doch, diesen lieber nackt durch die lebensfeindliche Wüste zu schicken. Für Ben beginnt damit ein fast unmöglicher Überlebenskampf und Madec bekommt doch noch seine Jagd.

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Cinestrange: Tag 3

Das Filmfestival begann an diesem Donnerstag wieder erst am Abend und präsentierte dem gewillten Zuschauer einen Kurzfilm und drei Langfilme und/oder die Möglichkeit, an einer VIP Floßfahrt auf der Oker teilzunehmen. Wir entschieden uns für die volle Packung Filme und starteten den Abend mit dem Abschlussfilm „Try It“, bei dem die Festivalbetreiber in der Produktion mitgewirkt haben. Dieser besticht mit seinen technischen Raffinessen, der Musik und der Geschichte und macht gute Laune. Ein sehr gutes Erstlingswerk! Auf weitere Werke der beiden Filmemacher darf man gespannt sein. Danach ging es mit „The Reach – In der Schusslinie“ und „Turbo Kid“, beide 2015, weiter. Beim zweiten Film gab es wieder eine Einführung und zusätzlich ein kleines Gewinnspiel.

© X-Gabu Film

© X-Gabu Film

Beendet wurde der Tag mit Lucio Fulcis „Verdammt zu leben – verdammt zu sterben“ (OT: „Quattro dell’Apocalisse“, ITA, 1975), der in der gekürzten deutschen Fassung als 35mm-Projektion gezeigt wurde, was man so nicht mehr alle Tage zu sehen bekommt. Ingo Knott gab eine gute Einführung zu Fulci und dem Film. Dieser Western bewegt sich zwar im Rahmen der typischen Vertreter dieses Genres, besticht aber durch seine andersartige Ausgestaltung. Die Figurenzeichnungen gehen weit über die Stereotypen hinaus. Manche Szenen (z.B.: eine Stadt voller harter Kerle, deren Herzen von einem Baby erweicht werden) und der Musikeinsatz sind außergewöhnlich. Dies macht den Film auch für nicht Western-Fans geeignet und unterhaltsam.

Bewertung: 6/10

geschrieben von Doreen Matthei

„Vice“ (2015)

© Universum Film Home Entertainment

© Universum Film Home Entertainment

Filmkritik: Es gibt eine Vielzahl an Filmen, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen. Oft widmet sich diese Art Filme dann der Frage, was Freiheit und Selbstbestimmung für diese Kunstwesen bedeuten. Prominente Beispiele sind „Blade Runner“ (1982) von Ridley Scott, „A.I. – Künstliche Intelligenz“ (2001) von Steven Spielberg und der 2015 erschienene Film „Ex Machina“. Auch der neue Film von Brian A. Miller (Regisseur von bspw. „In the Crossfire“ (2010)) beschäftigt sich mit diesem Thema: „Vice“ (OT: „Vice“, US, 2015).

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Cinestrange: Tag 2

Cinestrange-Schriftzug im C1, Braunschweig

Cinestrange-Schriftzug im C1, Braunschweig

Der zweite Tag des Cinestrange-Filmfestivals begann am Mittwoch wieder mit einem Hugh Hudson-Film: “Die Stunde des Siegers“ (OT: „Chariots of Fire“, GB, 1981). Wieder nach einem kleinen Vortrag über Hudson und einer kleinen Panne (aus Versehen startete der falsche Film) lief der zweistündige Spielfilm über die Sprinter Harold Abrahams und Eric Liddell, die bei der Olympiade 1924 antraten, und fesselte über seine ganze Länge. Danach konnte der gewillte Zuschauer wieder an einem Q&A mit Hugh Hudson teilnehmen. Gleichzeitig startete der Film „Terror in der Oper“ (OT: „Opera“, ITA, 1987) von Dario Argento mit einer Einführung von Dr. Michael Flintrop, einem der Festivalbetreiber. Etwas später startete noch der Film „Vice“ (OT: „Vice“, US, 2015), der nur vereinzelte Zuschauer anlockte.

geschrieben von Doreen Matthei

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Cinestrange: Tag 1

Hugh Hudson (links) beim Q&A

Hugh Hudson (links) beim Q&A

Heute startete offiziell das Cinestrange, ein Genre-Filmfestival, in Braunschweig. Das vierte Cinestrange wurde auf sechs Tage erweitert. Eröffnet, wenn auch nicht offiziell als Eröffnungsfilm tituliert, wurde es mit „Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen“ (1984) von Regisseur Hugh Hudson. Dieser stand anschließend in einem Q&A Frage und Antwort. Zusätzlich gab es vor dem Film eine Einführung. Dieses Rundum-Programm machte den Filmgenuss besonders. Schade nur, dass die Projektionsqualität sehr zu wünschen übrig ließ (das Bild war unscharf & der Ton verrauscht).

Martin Jahn, der dieses Jahr wieder die Fotos macht, und ich freuen uns schon sehr auf die nächsten Tage und auf die Filmperlen, die uns noch präsentiert werden.

Die Cinestrange-Zentrale im C1 in Braunschweig

Die Cinestrange-Zentrale im C1 in Braunschweig

geschrieben von Doreen Matthei