„Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ (2008)

2010 / 82. Oscarverleihung / 9 Nominierungen / 6 Auszeichnungen

Filmkritik: Auf der 82. Oscarverleihung wurde zum ersten Mal eine Regisseurin mit dem Oscar für die ‚Beste Regie‘ bedacht, doch der Film, den Kathryn Bigelow schuf, ist durch und durch ein Männerfilm. „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ (OT: „The Hurt Locker“, USA, 2008) wurde für neun Oscars nominiert, konnte sechs der begehrten Trophäen gewinnen u.a. auch den Preis für den ‚Besten Film‘ und setzte sich gegen neun Konkurrenten durch u.a. „Inglourious Basterds“, „Oben“ und „District 9“. Denn just in diesem Jahr hatte man sich nicht nur dafür entschiedenen zur alten Ankündigungsformel „And the Winner is…“ zurückzukehren, sondern auch die Anzahl der Nominierungen in den wichtigsten Kategorien auf zehn zu erhöhen, um auch kleineren Produktionen und Animationsfilmen die Chance zu geben, hier nominiert zu werden. Der große Favorit des Abends war aber der Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ von Bigelows Ex-Mann James Cameron, der überraschenderweise zwar drei Oscars gewann, aber nicht für den ‚Besten Film’. Im Vorfeld hatte Nicolas Chartier, einer der Produzenten von „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, mit einer E-Mail Stimmung gegen „Avatar“ gemacht und wurde deswegen von der Verleihung ausgeschlossen, doch als das Produzententeam den Oscar erhielt, wurde er natürlich in der Rede erwähnt. So geht dieses Jahr vor allem als das Jahr in die Oscar-Geschichte ein, in dem ein kleiner Antikriegsfilm einen großen Blockbuster geschlagen hat.               

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“Mission: Impossible 5 – Rogue Nation” (2015)

 © 2015 Paramount Pictures

© 2015 Paramount Pictures

Filmkritik: Die “Mission-Impossible”-Reihe begann im Jahre 1996 und zählt zu den Klassikern des Agentenfilm-Genres. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Filme stark voneinander. In manchen Teilen wurde mehr Wert auf Action gelegt, in anderen wiederum war die Geschichte verschachteltrt und undurchsichtiger. Konstant geblieben sind immer nur die Figuren des Ethan Hunt und seines Buddys Luther. Auch die Regisseure wechselten mit jedem Teil. Der neueste Teil,  “Mission: Impossible 5 – Rogue Nation”, entstand unter der Regie von Christopher McQuarrie, der damit in die Fußstapfen von de Palma, Woo und Abrahams tritt. Doch am stärksten orientierte er sich am vierten Teil unter der Regie von Brad Bird. Die Hauptrollen wurden dieses Mal bis auf den weiblichen Part komplett übernommen. Das war eine kluge Entscheidung, so sind die Charaktere bereits gefestigt, haben ihr Rollenbild und sind allein dadurch schon sympathisch.

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