“Das laute / leise Buch” von Deborah Underwood und Renata Liwska (2013)

© Gerstenberg Verlag

© Gerstenberg Verlag

Buchkritik: Die amerikanische Kinderbuchautorin Deborah Underwood, welche bereits um die 20 Kinderbücher verfasst hat, brachte im Jahr 2010 “The Loud Book” und “The Quiet Book” auf den Markt. Im deutschen Gerstenberg Verlag erschien 2013 die kombinierte und übersetzte Variante beider Bücher als Wendebuch mit dem Titel “Das laute / leise Buch”.

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“Häschen in der Grube” von Isabel Kreitz (2014)

Buchkritik: Jedem ist der Titel des Buches “Häschen in der Grube” durch das gleichnamige Kinderlied (Text: Friedrich Fröbel) gewiss bekannt. Die deutsche Illustratorin Isabel Kreitz (*1967) deutet diese Zeile um und schickt ein schneeweißes Kaninchen in die Kanalisation. Mit Wagemut und Freude im Herzen begibt sich dieses auf eine Reise. Nachdem aber ein Ausgang nicht zu finden ist und die bedrohlichen Schatten immer weiter zunehmen, verliert das Häschen seinen Mut, bis es schlussendlich neue Gefährten findet, die dem Kleinen helfen können. Die Bilderbuch-Geschichte kommt selbstverständlich ganz ohne Worte aus. Mit wunderschönen gezeichneten Bildern – vor allem die Ausarbeitung der Gesichter und die Details können überzeugen – wird auf 32 Seiten die Geschichte des weißen Hasen mit vielen emotionalen Auslösern erzählt. Diese ist dabei spannend, schön und erheiternd. Hinzu kommen die wunderschön gestalteten Bilder. Dass die Illustratorin auch Graphic Novels und Comics zeichnet, erkennt man deutlich, trägt aber viel zum Charme des Buches bei. Das Bilderbuch “Häschen in der Grube” ist ein wunderschönes Werk für Kinder ab fünf Jahre, an dem nicht nur die Kleinen immer wieder Spaß haben werden und das somit definitiv ins heimische Bücherregal gehört.

Bewertung: 5/5

Altersfreigabe: ab ca. 5 Jahre

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Homepage der Illustratorin

„Schau, was krabbelt im Wald?“ von Katarzyna Bajerowicz

@Naturkind, Loewe Verlag

Buchkritik: Wer bei einem reich illustrierten Buch für Kinder ab zwei Jahren an großflächige, quietschbunte Bilder mit wenig Geschichte dahinter denkt, liegt bei diesem Buch falsch. Es unterhält auch Erwachsene – und fordert sie.

Auf 28 stabilen Pappseiten erlebt der Leser ein Jahr aus Ameisensicht. Einerseits orientiert sich das Buch an der Natur, indem es zum Beispiel darstellt, wie Raupen sich verpuppen oder Ameisen die Blattläuse melken. Andererseits treten die Tierchen wie Menschen auf. Zum Blattlaus-Melken benutzen die Ameisen also Eimer, und immer wieder sieht man mal eine Ameise bei der Klopause. Dadurch gibt es unheimlich viel zu entdecken. Dass es eher gedeckte Farben sind, die da zum Einsatz kommen, erfreut die Eltern und trübt den Lesespaß der Kinder nicht ein.

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“Herr Eichhorn und der Besucher vom blauen Planeten” von Sebastian Meschenmoser (2012)

© Esslinger

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Buchkritik: Ein Kinderbuch muss auf vielen Ebenen überzeugen. Es muss eine fesselnde Story, tolle Illustrationen und eine kluge, moralische Botschaft besitzen. Die “Herr Eichhorn”-Reihe von Sebastian Meschenmoser (*1980) meistert all diese Kriterien mit Bravour. Auch der vierte Teil “Herr Eichhorn und der Besucher vom blauen Planeten” macht da keine Ausnahme.

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