“Krampus” (2015)

© Universal Pictures International France

© Universal Pictures International France

Filmkritik: Die Figur des Krampus ist ein uralter Mythos, dessen Wurzeln in Europa liegen. Es wird angenommen, dass er das Gegenwicht zum Weihnachtsmann darstellt. Es gibt eine lange europäische Tradition Weihnachtskarten mit Krampusmotiven zu verschicken. Dieser Anti-Weihnachtsmann fügt dem Weihnachtsfest eine witzige, boshafte Seite hinzu. Der Mythos ist in Amerika völlig unbekannt, so dass in dem jetzt gestarteten Film „Krampus“ (OT: „Krampus“, US, 2015) nur die deutsche Oma ahnt, was auf die Familie Engel zukommt.

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„Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“ (2015)

© Studiocanal

© Studiocanal

Filmkritik: Die Romantrilogie “Die Tribute von Panem” (2008-2010) der amerikanischen Schriftstellerin Suzanne Collins wurde von den Lesern unterschiedlich aufgenommen. Bei jugendlichen Konsumenten waren die Bücher äußerst beliebt und erhielten in dem Sektor sogar Auszeichnungen wie den Teen Choice Award 2012.  Kritiker dagegen werfen Collins unverschämtes Plagiieren (des japanischen Romans “Battle Royale”) und Kreativlosigkeit vor. Ungeachtet dessen verschaffen die vier Verfilmungen der Trilogie von 2012 bis 2015 den Büchern neue und vor allem internationale Anerkennung. Der letzte Teil „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“ (OT: „The Hunger Games: Mockingjay Part 2“, US, 2015) ist die Verfilmung des zweiten Teils des dritten Buches und schließt die Reihe stimmig ab.

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“Arlo & Spot” (2015)

© 2015 Disney•Pixar

© 2015 Disney•Pixar

Filmkritik: Die Animationsschmiede Pixar beschäftigt sich oft mit Helden, die ein Abenteuer bestehen müssen und dabei stets eine Entwicklung durchlaufen. Filme wie „Findet Nemo“ (2003) und “WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf” (2008) stehen exemplarisch dafür. Dadurch eignen sich auch Coming of Age-Geschichten (engl. für heranwachsen) besonders gut. Furore macht der vor kurzem in den Kinos angelaufene Pixar-Film „Alles steht Kopf“ (2015). In dessen Schatten kam nun ein weiterer Film – “Arlo & Spot” (OT: “The Good Dinosaur”, US, 2015) – aus den Pixar-Studios in die Kinos und wird wohl trotz seines komplett anderen Metiers immer wieder mit „Alles steht Kopf“ verglichen werden.

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„Der große Tag“ (2015)

© wildbunch

© wildbunch

Filmkritik: Nachdem der Dokumentarfilm „Auf dem Weg zur Schule“ (2013) internationale Anerkennung und sein Regisseur Pascal Plisson sogar einen César für diesen Film erhalten hat, folgt nun mit „Der große Tag“ (OT: „Le Grand Jour“, Frankreich, 2015) die thematische Fortsetzung. Obwohl es kein klassisches Sequel darstellt, welches die Handlung des ersten Films weiterführen würde.

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„Bruder vor Luder“ (2015)

© 2015 Constantin Film Verleih GmbH

© 2015 Constantin Film Verleih GmbH

Filmkritik: Jede Generation wächst mit unterschiedlichen Medien und Formaten heran. Sei es die Bravo, spezielle Fernsehsendungen, 90er-Jahre-Boygroups oder später dann Tokio Hotel. Meistens haben die Erwachsenen keinen Draht dazu, was oft auch den Reiz ausmacht. Die heutige Jugend (zwischen 11 und 16 Jahren) liebt YouTube und seine Stars. So ist es nicht verwunderlich, dass auf Kartoffelsalat“ (2015), der fast ausschließlich mit YouTube-Stars bevölkert war, nun der nächste so geartete Film folgt. DieLochis, die einen der erfolgreichsten deutschsprachigen Kanäle auf YouTube unterhalten, wagen sich mit „Bruder vor Luder“ (DE, 2015) auf die Kinoleinwand.

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„Im Rausch der Sterne“ (2015)

© wildbunch

© wildbunch

Filmkritik: Food Porn Filme, bei denen das Essen und dessen Zubereitung eine zentrale Rolle einnehmen, besitzen zwar eine lange und internationale Tradition, finden aber nur bei bestimmten Zielgruppen Anklang. Dabei hat sogar einer dieser Filme – „Babettes Fest“ (1987) – einen Oscar gewonnen. Zumindest manche Filme wie „Chocolat“ (2000) und „Julie und Julia“ (2009) fanden in weiten Kreisen aufgrund ihrer berühmten und guten Darsteller Beachtung. In dem letzten Jahr kamen mit Filmen wie „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (2014), „Kiss the Cook“ (2014) und dem nun startenden „Im Rausch der Sterne“ (Originaltitel: „Burnt“, US, 2015) eine größere Anzahl Filme dieses Subgenres auf den Markt.

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“James Bond 007 – Spectre” (2015)

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Filmkritik: James Bond ist zum 24. Mal auf der Leinwand. Seit 1954 wird die berühmteste Romanfigur des Briten Ian Fleming filmisch in Szene gesetzt. Seitdem verkörperten Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und nun zum vierten Mal Daniel Craig den charismatischen Agenten. Die bisherigen Filme mit Craig waren teilweise sehr gut, wie der spannende “Casino Royale” (2006) und emotinalere “Skyfall” (2012), doch konnte der dritte Film im Bunde – “Ein Quantum Trost” (2008) – überhaupt nicht überzeugen. Leider kann auch “James Bond 007 – Spectre” (OT: “Spectre”, GB/US, 2015), der neueste Film, die Erwartungen nicht erfüllen, denn er schafft es nicht, den Zuschauer über den gesamten Zeitraum zu fesseln.

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