Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Einer flog übers Kuckucksnest“ (OT: „One Flew Over the Cuckoo’s Nest“, USA 1975) von Miloš Forman konnte auf der 48. Oscarverleihung, die am 29. März 1976 im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles stattfand, den großen Clou landen und die Big Five gewinnen. Das gelang bis dato nur dem Film „Es geschah in einer Nacht“ (1934) und später noch einmal dem Film „Das Schweigen der Lämmer“ (1991). Insgesamt wurden auf der Verleihung, die zum ersten Mal teilweise live per Satelit übertragen und von fünf Moderator:innen u.a. Walter Matthau, Goldie Hawn und Gene Kelly gehostet wurde, 16 Oscars verliehen. Der Spielfilm von Miloš Forman wurde in 9 Kategorien nominiert, konnte dann exakt die fünf Haupttrophäen gewinnen und setzte sich in der Kategorie ‚Bester Film‘ gegen Filme wie „Barry Lyndon“ (1975) von Stanley Kubrick oder „Der weiße Hai“ (1975) von Steven Spielberg durch.
Einer flog übers Kuckucksnest
„Ratched“ (Staffel 1, 2020)
Serienkritik: Die Netflix-Serie „Ratched“ ist die neueste Serienarbeit von Ryan Murphy. Dieser machte sich bereits Anfang der 2000er Jahre einen Namen mit Serien wie „Nip/Tuck“ (2003-2010) und „Glee“ (2009-2015) und liefert jetzt fleissig, durch eine Vertrag mit Netflix, viele weitere Serien. Vor kurzem ist auch sein neuester Film – „The Prom“ (2020) – erschienen. In der Serie „Ratched“ greift er auf die Figur der Mildred Ratched aus dem Buch „Einer flog übers Kuckucksnest“ zurück und schuf für die unerbittliche Krankenschwester eine Vorgeschichte.