Filmkritik: Der talentierte, amerikanische Filmemacher Woody Allen liefert uns regelmäßig seit 1965 Filme. Dabei sind die über 50 Filme von ganz unterschiedlicher Qualität entstanden, besitzen aber immer typische Elemente, so dass man sein Werk kohärent bezeichnen kann. Sein neuester Film “Wonder Wheel” ist auch wieder in all sein Aspekten typisch, ordnet sich aber eher bei den soliden, aber nicht überragenden Woody-Allen-Filmen ein.
Armut
Im Staatsschauspiel Dresden: Der gute Mensch von Sezuan
Aufführungsbericht: Ein Stück von Bertolt Brecht hat sich die junge Regisseurin Nora Schlocker für ihren Einstand in Dresden gewählt. Das ging damals bei Tilmann Köhler richtig gut (Heilige Johanna der Schlachthöfe 2009, preisgekrönt). Funktioniert es ein zweites Mal?

Was kann man tun, um ein guter Mensch zu sein? Was muss man tun, um dabei selbst nicht unterzugehen? Eine famose Betty Freudenberg als Shen Te © Sebastian Hoppe
Die Bühne ist karg. Nur ein schmaler Streifen vorn bleibt anfangs zum Bespielen. Denn viel Platz wird den Armen, die dieses Stück bevölkern, von der Welt nicht eingeräumt. Es reicht für den Wasserverkäufer (Thien Phuoc Nguyen, im Wechsel mit Anton Petzold). Anton Petzold kennen einige vielleicht als Rico aus den „Rico, Oskar und …“-Verfilmungen. Der jüngere Thien Phuoc Nguyen steht ihm in nichts nach.
„Breath“ (2015)
Kurzfilm / Frankreich / Fiktion / 2015
Filmkritik: Der französische Regisseur Just Philippot (*1982) schuf zusammen mit dem Drehbuchschreiber Pierre Dejon den ergreifenden Kurzfilm „Breath“ (OT: „Ses Souffles“), der in seinen fast 25 Minuten ein treffendes Portrait über menschliche Sehnsüchte und gesellschaftliche Schranken bietet.
“Breath” (2015)
Kurzfilm / Frankreich / Fiktion / 2015
Filmkritik: Der französische Regisseur Just Philippot (*1982) schuf zusammen mit dem Drehbuchschreiber Pierre Dejon den ergreifenden Kurzfilm “Breath” (OT: “Ses Souffles”), der in seinen fast 25 Minuten ein treffendes Portrait über menschliche Sehnsüchte und gesellschaftliche Schranken bietet.
“Ich, Daniel Blake” (2016)
Filmkritik: Dem 1936 in Großbritannien geborenen Regisseur und Autor Ken Loach verdanken wir viele Filme, die uns Einblicke in die Gesellschaftsstrukturen und die Geschichte seines Landes geben, sowie uns in die Köpfe unterschiedlichster (meist vom Schicksal gebeutelter) Menschen hineinblicken lassen. So bleibt er uns mit Komödien wie “Angel’s Share – Ein Schluck für die Engel” (2012) und Historiendramen á la “The Wind that shakes the Barley” (2006) im Gedächtnis. Sein neuester Film “Ich, Daniel Blake” (OT: “I, Daniel Blake”, GB/ Frankreich/ Belgien, 2016) schließt dort nahtlos an.
“Ephraim und das Lamm” (2015)
Filmkritik: Der Äthiopier Yared Zeleke erzählt in seinem ersten Langfilm “Ephraim und das Lamm” (OT: “Lamb”, DE/ET/FR, 2015) semi-autobiographisch von einer schweren Kindheit. Gleichzeitig bietet er Einblicke in ein für viele Zuschauer unbekanntes Land.


