„Their Eyes“ (2025)

Kurzfilm / Frankreich / Dokumentation / 2025

Filmkritik: Der französische Künstler und Filmemacher Nicolas Gourault portraitiert in seinem Dokumentar-Kurzfilm „Their Eyes“ die Arbeit von Clickworkern und macht diese für das Publikum verständlich und erlebbar. Der Film lief in der ‚Berlinale Shorts‘-Sektion auf der 75. Berlinale 2025.

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„Was Marielle weiß“ (2025)

Filmkritik: Zwei Wettbewerbsfilme der 75. Berlinale 2025 stellten ein telephatisches Mädchen ins Zentrum ihrer sonst unterschiedlichen Geschichten. Der ruhige spanisch-argentinische Film „The Message“ („El Mensaje“) ließ ein junges Mädchen Kontakt mit Tieren aufnehmen. Beim weniger ruhigen „Was Marielle weiß“ (ET: „What Marielle Knows“) des Regisseurs und Drehbuchautors Frédéric Hambalek, der bei der 75. Berlinale 2025 seine Weltpremiere feierte, beziehen sich die telepathischen Fähigkeiten nur auf die eigenen Eltern.

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75. Berlinale 2025 – Wettbewerb

CUBIX

Rückblick: Die Berlinale-Woche war eine Woche der Kontraste. Das gilt für die Filme, aber auch den Kontext, in dem sie gesehen werden. Es gab nüchterne und etwas verschlafene Pressevorstellungen am Vormittag, immer voll gefüllte Publikums-Vorstellungen ohne viel Brimborium und aufregende Premieren mit begeisterten Fans der anwesenden Darsteller:innen und Filmemacher:innen. Es gab etwas zu gemütliche Liege-Sessel im CUBIX und CinemaxX und definitiv deutlich weniger bequeme Sitze im Berlinale-Palast oder der Akademie der Künste.

Ob das auch einen Einfluss darauf hat, wie die Filme wahrgenommen werden? Ganz bestimmt – aber immerhin stand, egal wo und wie etwas gesehen wird, der Film im Mittelpunkt und die Zeit, die man sich ohne Ablenkung für ihn genommen hat. Die 40 Langfilme und 20 Kurzfilme, die wir sehen konnten, waren für uns das Herz der Berlinale.

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„Heldin“ (2025)

Filmkritik: Der Spielfilm „Heldin“ (ET: „Late Shift“, Schweiz, Deutschland, 2025) begleitet genau eine Spätschicht der Krankenpflegerin Floria Lind, gespielt von Leonie Benesch. Der Film der schweizerischen Regisseurin Petra Biondina Volpe feierte seine Weltpremiere im Programm ‚Berlinale Special Gala‘ auf der 75. Berlinale 2025. 

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„Stadtmuseum“ (2024)

Kurzfilm / Deutschland / Dokumentation / 2024

Filmkritik: Wer gestaltet Städte und wer sollte Städte gestalten? Diese Frage stellt der Essayfilm „Stadtmuseum / Мой рай“ (übersetzt „Mein Paradies“). Dabei bringt Regisseur Boris Dewjatkin seine eigenen Erfahrungen in Berlin ein und arbeitet mit assoziativen Bildern. Der Film feierte im Rahmen der ‚Berlinale Shorts‘ seine Weltpremiere bei der 74. Berlinale 2024, was den Regisseur sichtlich freute.

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„So viel von mir“ (2024)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2024

Filmkritik: Der Kurzfilm „So viel von mir“ von Eva Könnemann lief als Teil der ‚Berlinale Shorts‘-Sektion der 74. Berlinale 2024. Er beschäftigt sich mit kreativer Arbeit und Mutterschaft in einer authentisch dokumentarisch wirkenden Form, ist dabei aber gänzlich fiktiv.

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„Sojourn to Shangri-La“ (2023)

Kurzfilm / China / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der Kurzfilm „Sojourn to Shangri-La“ (OT: „是日訪古“ / „Shi ri fang gu“) von Lin Yihan war Teil der ‚Berlinale Shorts‘-Sektion der 74. Berlinale 2024. Er erkundet mit magischem Realismus die Schönheit und Kraft der Natur und zeigt auf, wie blind wir alle ihr gegenüber sein können, wenn wir in unseren ganz eigenen menschlichen Aktivitäten und Arbeit versunken sind.

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74. Berlinale 2024 – Rückblick

Berlinale-Plakate

Rückblick: Dieses Jahr konnten wir zehn Tage die Berlinale besuchen und die Zeit gut nutzen: Wir haben 31 Lang- und 20 Kurzfilme in sieben verschiedenen Spielstätten über ganz Berlin verteilt gesehen. Von der seelenlosen Verti Music Hall bis zum CUBIX mit seinen Liegesesseln, die fast ein bisschen zu bequem sind.

Lange Schlangen, volle Kinosäle und Buchungsseiten, die Nerven aus Stahl benötigen, gehören zur Berlinale dazu und zeichnen das Publikumsfestival aus. Es ist eben doch was anderes, wenn alle die wollen (und die pünktlich zu Buchungsbeginn auf der Website waren) die Vorstellungen besuchen können: Das merkt man auch an der Stimmung vor Ort. Weiterlesen

“Wild Ones Live” (2013)

Podcast / USA / 2013

Cover von Jon Mooallems Buch © Jon Mooallem

Podcast-Kritik: Eigentlich geht es in der typischen Folge von Roman Mars englischsprachigen Podcast “99% Invisible” um Menschen, ihre Ideen und deren Umsetzung (falls es so weit kommt). Eine Folge beschäftigt sich zum Beispiel damit, wie man dann immer noch gefährliche radioaktive Abfälle in 10.000 Jahren vor neugierigen Menschen schützen kann. Genetisch modifizierte Katzen welche mit Farbveränderungen auf Radioaktivität reagieren und dazu passendes Brauchtum über gefährliche „Strahlenkatzen” sind nur ein Vorschlag, welcher im Auftrag der US-Regierung erarbeitet wurde. (Immerhin hat sich Brauchtum im Laufe der Jahrtausende als erstaunlich überlebensfähiger Teil menschlicher Kultur bewiesen, so die Theorie.)

Roman Mars war aber so begeistert von Jon Mooallems Lesung seines Buchs “Wild Ones: A Sometimes Dismaying, Weirdly Reassuring Story About Looking at People Looking at Animals in America” (2013) mit musikalischer Begleitung, dass er ihm und der ihn begleitenden Band “Black Prairie” trotz vermeintlicher Themenverfehlung – es geht um Tiere – unbedingt eine Bühne bieten wollte. Ergebnis davon ist eine halbstündige Live-Aufzeichnung der Lesung, welche als “99% Invisible”-Podcastfolge heruntergeladen werden kann.

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