Ausstellung: “Die Fotografie und die Dinge”

14. September bis 22. Januar 2017 (verlängert) in der Dauerstellung “Weltsicht und Wissen um 1600” des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Andreas Diesend

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Andreas Diesend

Ausstellungsbericht: Wenn man sich weit ins Residenzschloss hinein wagt, dabei die Türkische Kammer passiert, gelangt man zur Dauerausstellung “Weltsicht und Wissen um 1600”. In dieser wurde ein Raum für die kleine Sonderausstellung “Die Fotografie und die Dinge” bereitgestellt. Diese steht im direkten Zusammenhang zur umgebenden Dauerausstellung, in der historische Artefakte der Kunstkammern vereint wurden.

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Alte Meister. Graphic Novel von Mahler

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@Suhrkamp Verlag

Buchkritik: Der Comiczeichner Nicolas Mahler ist bekannt für Minimalismus in den Bildern. Zu Graphic Novels verarbeitet er am liebsten dicke Wälzer. So hat er vor drei Jahren den rund 1700 Seiten langen Schinken „Der Mann ohne Eigenschaften“ des Robert Musil auf 150 recht wortarme Seiten gebannt.

Mit „Alte Meister“ von 2011 nimmt sich Mahler den Großmeister des Wortkreisels und des nörglerischen Rundumschlags vor: Thomas Bernhard. Mahler nutzt das malerische Setting in der Gemäldegalerie, um die spärliche Handlung in Szene zu setzen. Große Kunst, der kleine Mensch und die Frage, was wirklich zählt im Leben.

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Staatsschauspiel Dresden: Alte Meister

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Albrecht Goette als Reger @Matthias Horn für Staatsschauspiel Dresden. Übrigens: Der gut platzierte Zuschauer sitzt direkt unter der Sixtinischen Madonna!

Aufführungsbericht: Alte Meister in den Alten Meistern. Klingt normal, ist aber ein außergewöhnliches Bonbon für den Theatergänger. Denn die Alten Meister, um die es geht, stammen von Thomas Bernhard und sind der Titel für seine über 300 Seiten lange Schimpftirade. Bernhard ist ein Meister des Ausschweifenden und der Wiederholung, und dementsprechend bleibt kaum Raum für Handlung. Kann das den richtigen Stoff für einen gelungenen Theaterabend geben?

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“Wombats erster Schultag” von Jackie French (2013)

© Gerstenberg Verlag

© Gerstenberg Verlag

Buchkritik: Die australische Schriftstellerin Jackie French lebt mit ihrem Mann auf einem autarken Grundstück im Araluen Valley mit vielen Tieren zusammen, darunter auch einigen Wombats. Die erfahrene Schriftstellerin – bisher hat sie 132 Bücher verfasst – ist vor allem für ihre Kinderbücher bekannt. Ihr berühmtestes Buch ist “Das Tagebuch eines Wombats” (2007). Auf die Idee zu dem Buch kam sie, als sie die Hintergrundgeräusche, welche der Wombat Mothball verursachte, einmal am Telefon erklären musste. “Wombats erster Schultag” ist das fünfte Bilderbuch, was sich mit dem liebenswerten und süßen Tier beschäftigt.

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“Am Strand” (2015)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2015

© Monika Plura

© Monika Plura

Filmkritik: Die Deutsche Nele Mueller-Stöfen (*1967), welche bereits mit Edward Berger, der vor allem als Fernsehregisseur bekannt ist, an dem Film “Jack” (2014) zusammengearbeitet hat, liefert mit dem Kurzfilm “Am Strand” ihren eigenen von ihr geschriebenen und regierten Film. Dieser erzählt die Geschichte von Clemens (Fabian Busch) und Laura (Laura Tonke), die sich in ihrem Ostseeurlaub so sehr langweilen, dass sie ein kleines Spiel mit den Nachbarn spielen, was sie aber dazu treibt immer mehr zu lügen. Dies führt dazu, über ihre eigene Beziehung und Liebe nachzudenken. Treffsicher mit guten Humor und pointierten Dialogen erzählt Mueller-Stöfen in ihrem 20-minütigen Kurzfilm von typischen zwischenmenschlichen Problemen und dem Ende einer Beziehung. Sie geht das Thema dabei ohne Scheu und realitätsnah an. Der Humor ergibt es sich aus einer kleinen Übersteigerung des Alltags und wird durch die fabelhaften Schauspieler ausgelebt. Fabian Busch und Laura Tonke sind ein großer Gewinn für den Film und geben ihren Figuren eine bestechende Lebendigkeit und Authentizität. Mit so einem gelungen Debüt wird es Nele Mueller-Stöfen in der deutschsprachigen Filmwelt gewiss zu etwas bringen.

Bewertung: 8/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: 28. Filmfest Dresden – Festival Katalog