“Speechless” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016

Filmkritik: Zum festen Programm des Landshuter Kurzfilmfestival gehört die Sprungbrettreihe, welche jedes Jahr von SchülerInnen der Landshuter Gymnasien zusammengestellt und moderiert wird. Auch im Jahr 2017 waren diese Veranstaltungen sehr gut besucht und lieferten abwechslungsreiche Unterhaltung und gleichzeitig ein gutes Bild, was die deutsche Jugend so bewegt. Im zweiten Block sprang nicht der Gewinner der Reihe, “Voicemail” (2016), besonders ins Auge, sondern der deutsche Kurzfilm “Speechless”. Weiterlesen

“Das Pubertier” von Jan Weiler (2014)

128 Seiten / 2014 / Kurzgeschichten / Kindler Verlag

© Kindler Verlag

Buchkritik: Die vor kurzem in den Kinos erschienene Verfilmung “Das Pubertier – Der Film” (2017) von Leander Haußmann machte neugierig auf die Vorlage. Geschrieben wurde “Das Pubertier” 2014 von dem deutschen Journalisten und Autor Jan Weiler (*1967). In den nächsten Jahren erschienen auch noch zwei Nachfolger: “Im Reich der Pubertiere” (2016) und “Und ewig schläft das Pubertier” (2017). Weiterlesen

“How the Grinch stole Christmas!” von Dr. Seuss (1956)

© Random House Children’s Books

© Random House Children’s Books

Buchkritik: Der amerikanische Kinderbuchautor Dr. Seuss (eigentlich: Theodor Seuss Geisel, 1904-1991) veröffentlichte über 60 Kinderbücher und gehört zu den Größen der amerikanischen Kinderbuchwelt. In Deutschland ist er vor allem durch die vier Verfilmungen, die auf seinen Büchern basieren, bekannt. Die berühmteste Verfilmung ist wohl “Der Grinch” aus dem Jahr 2000 mit Jim Carey in der Hauptrolle. Dieser läuft alljährlich zu Weihnachten im Fernsehen und der Grinch wurde zum Weihnachtsmuffel par excellence.

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“Häschen in der Grube” von Isabel Kreitz (2014)

Buchkritik: Jedem ist der Titel des Buches “Häschen in der Grube” durch das gleichnamige Kinderlied (Text: Friedrich Fröbel) gewiss bekannt. Die deutsche Illustratorin Isabel Kreitz (*1967) deutet diese Zeile um und schickt ein schneeweißes Kaninchen in die Kanalisation. Mit Wagemut und Freude im Herzen begibt sich dieses auf eine Reise. Nachdem aber ein Ausgang nicht zu finden ist und die bedrohlichen Schatten immer weiter zunehmen, verliert das Häschen seinen Mut, bis es schlussendlich neue Gefährten findet, die dem Kleinen helfen können. Die Bilderbuch-Geschichte kommt selbstverständlich ganz ohne Worte aus. Mit wunderschönen gezeichneten Bildern – vor allem die Ausarbeitung der Gesichter und die Details können überzeugen – wird auf 32 Seiten die Geschichte des weißen Hasen mit vielen emotionalen Auslösern erzählt. Diese ist dabei spannend, schön und erheiternd. Hinzu kommen die wunderschön gestalteten Bilder. Dass die Illustratorin auch Graphic Novels und Comics zeichnet, erkennt man deutlich, trägt aber viel zum Charme des Buches bei. Das Bilderbuch “Häschen in der Grube” ist ein wunderschönes Werk für Kinder ab fünf Jahre, an dem nicht nur die Kleinen immer wieder Spaß haben werden und das somit definitiv ins heimische Bücherregal gehört.

Bewertung: 5/5

Altersfreigabe: ab ca. 5 Jahre

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Homepage der Illustratorin

Die “Minus Drei”-Reihe von Ute Krause (2014-2015)

Minus Drei wuenscht sich ein Haustier von Ute Krause © Verlagsgruppe Random House GmbH

Minus Drei wuenscht sich ein Haustier von Ute Krause © Verlagsgruppe Random House GmbH

Bücherkritik: Die deutsche Illustratorin und Kinderbuchautorin Ute Krause, die auch als Drehbuchschreiberin und Regisseurin von Kurzfilmen tätig ist, brachte seit 1985 vier Kinderromane und 16 Bilderbücher heraus. Zu ihren neuesten Werken gehören die vier Bücher um den kleinen Dinosaurier mit dem seltsamen Namen Minus Drei. Im Mai 2016 wird der fünfte Band in den Buchläden erscheinen.

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“Shaun das Schaf – Der Film” (2015)

© StudioCanal

© StudioCanal

Filmkritik: Die britische Filmproduktionsfirma Aardman Animations hat sich auf Claymation spezialisiert. Dabei werden Knetfiguren mit Stop-Motion-Technik zum Leben erweckt. In den 90er Jahren erregten sie mit den ersten drei “Wallace & Gromit” Kurzfilmen (1989, 1993, 1995) Aufsehen. Der Film aus dem Jahr 1995, “Unter Schafen” (OT: “A Close Shave”) führte die Figur von Shaun dem Schaf ein. Dabei wird Wallace‘ und Gromits wolliger Gast aus Versehen geschoren (engl.: to shorn), und so kommt er zu seinem Namen. Im Jahr 2007 wurde aus dieser Nebenfigur eine komplette Serie gebastelt, die bereits seit sechs Staffeln (à la 130 Folgen) ausgestrahlt wird und sich großer Popularität erfreut. Wie auch die Serie von “Wallace & Gromit” ihre Verfilmung 2005 mit “Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen” (OT: “Wallace & Gromit: The Curse Of The Were-Rabbit”) erhielt, wurde für “Shaun das Schaf” ein Kinofilm konzipiert. Der heißt, wie könnte es anders sein, “Shaun das Schaf – Der Film” (“Shaun the Sheep – the Movie”, GB, 2015).

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“Gefühlt Mitte Zwanzig” (US, 2014)

© SquareOne/Universum

© SquareOne/Universum

Filmkritik: Der amerikanische Regisseur Noah Baumbach (*1969) wurde durch den Film “Frances Ha” (2012), den er zusammen mit Greta Gerwig realisierte, international bekannt. Doch auch vorher zeichnete er sich als Regisseur von Filmen wie “Der Tintenfisch und der Wal” (2005) und ”Greenberg” (2010) sowie als Autor aus. Als Letzteres hat er zusammen mit Wes Anderson die Drehbücher zu “Die Tiefseetaucher” (2004) und “Der fantastische Mr. Fox” (2009) geschrieben. Wie auch bei “Frances Ha” gelang Baumbach, der hier auch als Regisseur, Drehbuchschreiber und Produzent agierte, bei seinem neuesten Film eine gelungene Gratwanderung zwischen Komödie und Drama mit einer großen Portion Realismus. Die Zuschauer, die sich aufgrund des sehr amüsant wirkenden Trailers den Film anschauen, könnten jedoch enttäuscht sein. Der Film bietet zwar einige Stellen zum Schmunzeln, aber in seinem Kern beschäftigt er sich mit ernsthaften Fragen und verleiht seinen Figuren sehr viel Authentizität.

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