„Der Rausch“ (2021)

Filmkritik: Der dänische Regisseur Thomas Vinterberg schaffte es schon immer, die Abgründe der menschlichen Natur in seinen Filmen einzufangen – ob nun mit seinem Dogma-Film „Das Fest“ (1998), welcher in das brüchige Herz einer Familie schaute, oder mit seinem Film „Der Jagd“ (2012), der zeigt wie schnell Menschen rot sehen können. Jetzt beschäftigt er sich in seinem neuesten Film „Der Rausch“ (OT: „Druk“, Dänemark, Schweden, Niederlande, 2021) mit Männern in der Midlife Crisis, die mit Alkohol einen Ausweg suchen, und bekam dafür den Oscar für den ‚Besten Internationalen Spielfilm‘ verliehen. 

Weiterlesen

„Aurora“ (2019)

Filmkritik: Der finnische Spielfilm „Aurora“ (OT: „Aurora“, Finnland, 2019) ist das Debüt der Regisseurin und Drehbuchschreiberin Miia Tervo und lief im Programm ‚Hits‘ auf dem 29. Filmfestival Cottbus. Sie weiß dabei mit viel Geschick das Genre des romantischen Films mit einer treffsicheren Milieu- und Persönlichkeitsstudie zu kombinieren und bietet der Film perfekte Unterhaltung.

Weiterlesen

„Das verlorene Wochenende“ (1946)

1946 / 18. Oscarverleihung / 7 Nominierungen / 4 Auszeichnungen

Filmkritik: Der schwarz-weiß Film „Das verlorene Wochenende“ (OT: „The Lost Weekend“, USA, 1945) ist aus heutiger Sicht der perfekte Oscar-Kandidat. Er macht ein wichtiges soziales Thema einem breiten Publikum zugängig und sensibilisiert als erster Film seiner Art für das Thema Alkoholsucht, was bisher in der Filmgeschichte nur als lustige Nebengestalten eingebaut wurde. Dies verschaffte ihm bei der 18. Oscarverleihung von den 23 möglichen Oscars sieben Nominierungen, von denen er vier für sich gewinnen konnte. So setzte er sich auch in der Hauptkategorie ‘Bester Film’ gegen seine vier Konkurrenten u.a. Alfred Hitchcocks „Ich kämpfe um dich“ (1945) durch.

Weiterlesen

„The Killing of a Sacred Deer“ (2017)

Poster zum Film "The Killing of a sacred Deer"

© Alamode Film

Filmkritik: Der griechische Filmemacher Yorgos Lanthimos erregte mit seinen letzten Film, „The Lobster“ (2015), internationale Aufmerksamkeit. Auch der Spielfilm „The Killing of a Sacred Deer“ (OT: „The Killing of a Sacred Deer“, UK/Irland/USA, 2017) sollte von Anfang an in englischer Sprache realisiert werden und kann nicht nur mit seinem sehr guten Schauspielerensemble bestechen, sondern auch mit seiner ungewöhnlichen, verstörenden Geschichte die Zuschauer faszinieren. Weiterlesen