“Atomic Blonde” (2017)

© Focus Features / Jonathan Prime

Filmkritik: Das zweigeteilte Berlin zur Zeit des kalten Krieges war schon immer eine gern genutzte Kulisse für Komödien, Action- und Liebesfilmen, aber allen voran für Spionage-Thriller. Da reiht sich die internationale Koproduktion “Atomic Blonde” (OT: “Atomic Blonde”, Deutschland/Schweden/USA, 2017) nahtlos ein. Weiterlesen

“Tigermilch” (2017)

Filmkritik:  Vier Jahre nachdem der Roman “Tigermilch” von Stefanie de Velasco veröffentlicht wurde, wird er durch die bereits im Jugendfilm-Genre etablierte Regisseurin Ute Wieland (*1957) verfilmt. Dabei überträgt sie die Vorlage mit Respekt und macht “Tigermilch” (Deutschland, 2017) zu einer ansprechenden Coming-of-Age-Geschichte. Weiterlesen

“Fikkefuchs” (2017)

Filmkritik: Eine noble Idee steht hinter dem Filmprojekt “Fikkefuchs” (Deutschland, 2017). Nachdem der Drehbuchautor und Produzent Wolfram Fleischhauer das Theaterstück “Die Vagina Monologe” von Eve Ensler (Trailer gibt es hier) gesehen hatte, wollte er auch so ein befreiendes Stück für die Männlichkeit machen, natürlich mit vielen Übertreibungen. Doch herausgekommen ist leider etwas anders. Weiterlesen

Genrenale5 – Genre made in Germany

13.-16.2.2017, Kino Babylon, Berlin

© Genrenale

© Genrenale

Festivalbericht: In diesem Frühjahr fand wieder parallel zur Berlinale in Deutschlands Hauptstadt Berlin die Genrenale statt. In diesem Jahr feierte das Festival sein fünftes Jubiläum und zeigte dem zu Ehren nicht nur zwei sondern vier Tage lang kurze und lange Genrefilme aus Deutschland. Da der Genrefilm ein große Spanne von Filmen umfasst, wie Horrorfilme, Science-Fiction-Filme, (Mystery-)Thriller, Actionfilme und Schwarze Komödien, bekam der Besucher ein sehr abwechslungsreiches Programm serviert. Festivalort war das Babylon-Kino in Berlin-Mitte, wo man von früh an bis spät in die Nacht fast ununterbrochen Filme sehen konnte.

Weiterlesen

Ausstellung “Things to come” (Deutsche Kinemathek, Berlin)

30. Juni 2016 bis 23. April 2017

© Deutsche Kinemathek

© Deutsche Kinemathek

Ausstellungsbericht: In der Deutschen Kinemathek in Berlin – dem Museum für Film und Fernsehen – können Fans des Science-Fiction-Genres zur Zeit auf ihre Kosten kommen. Über drei Etagen verteilt sich die Sonderausstellung “Things to come – Science Fiction Film”.

Weiterlesen

Genrenale5 – Deutscher Genrefilm im Kino

© Genrenale

© Genrenale

Vom 13. bis 16. Februar 2017 findet zeitgleich mit der Berlinale in Berlin zum fünften Mal die Genrenale statt. Das kleine Festival, welches sich im Babylon-Kino tummelt, präsentiert deutsche Genre-Lang- und -Kurzfilme. Hinzu kommen nicht nur Trailer und auch eine Webserie, sondern ein Panel, ein Pitch und ein Werkstattgespräch zum deutschen Genrefilm. Der interessierte Besucher kann vier Tage lang von früh an Filme sehen, sich mit Filmemachern unterhalten und viel Wissenswertes erfahren. Deutsche Genrefilme im Kino zu erleben, sollte man sich nicht nehmen lassen, da dieser Sektor hierzulande immer noch etwas verkümmert ist. Die Genrenale trägt seit 2013 dazu bei, Genrefilme und Filmemacher einem breiteren Publikum zu präsentieren und eine bessere Bühne dafür zu schaffen. Dementsprechend kann man sehr gespannt sein, was den Besucher alles in diesem Jahr erwartet.

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Genrenale Webseite

Wie es war, erfahrt ihr dann natürlich auch hier auf der ‚Testkammer‘.

“Rico, Oskar und das Herzgebreche” von Andreas Steinhöfel (2009)

© Carlsen Verlag

© Carlsen Verlag

Buchkritik: Der zweite Teil – “Rico, Oskar und das Herzgebreche” – der Trilogie um Rico und Oskar kam 2009 auf den Markt. Also ein Jahr nachdem der erste Roman – “Rico, Oskar und die Tieferschatten” – erschienen war und der Autor Andreas Steinhöfel dafür mehrere Preise erhalten hatte.

Das zweite Buch führt die Geschichte der beiden Freunde Rico Doretti, der alles etwas langsamer erfasst und sich dadurch als tiefbegabt bezeichnet, und dem kleinen, hochbegabten Oskar fort. Nachdem Mister 2000 mit der Hilfe der beiden geschnappt worden ist, verzog sich der Medienrummel auch bald, doch Ruhe wollte nicht so recht einkehren. Oskar wird kurzerhand von seinem Vater bei den Dorettis abgestellt, Ricos Mutter wirkt schon seit längerem sehr traurig, der Bühl hat sich auch schon lange nicht mehr blicken lassen und irgendwelche mysteriösen Dinge gehen beim Bingo-Abend im Altersheim vor. Um gegen all die Probleme und Sorgen anzugehen, machen die beiden sich wieder einmal auf, um die Wahrheit herauszufinden.

Weiterlesen

“Rico, Oskar und die Tieferschatten” von Andreas Steinhöfel (2008)

© Carlsen Verlag

© Carlsen Verlag

Buchkritik: Der deutsche Schriftsteller Andreas Steinhöfel (*1962) schreibt seit 1991 Kinder- und Jugendbücher. Doch keines scheint Kindern so aus den Herzen zu sprechen, wie die Figur des Rico in “Rico, Oskar und die Tieferschatten”.

Frederico “Rico” Doretti, ein tiefbegabter (da behindert einfach falsch klingt) Junge, liebt Kriminalgeschichten. Zwar geht in seinem Kopf manch eine Information mal verloren, aber er versucht stets den Dingen auf den Grund zu gehen. Als er auf den hochbegabten Oskar trifft, glaubt er endlich einen Freund gefunden zu haben und will sich ihm anvertrauen. Rico wird seit Monaten von den Tieferschatten im unbewohnten Hinterhaus verängstigt und möchte das Geheimnis dahinter lüften. Doch gerade als er es Oskar erzählen will, wird dieser von Mister 2000 entführt. Also macht sich Rico allein auf die Suche nach seinem Freund.

Weiterlesen

“Mängelexemplar” (2016)

 © X Verleih

Filmkritik: Der Debütroman “Mängelexemplar” der Moderatorin und Kolumnistin Sarah Kuttner macht 2009 Furore. Er berichtet erfrischend offen und unterhaltsam über das Thema Depression. Die nun in den Kinos startetende Romanadaption “Mängelexemplar” (Deutschland, 2016) schafft es das Thema zeitgerecht aufzuarbeiten und ist für seine Regisseurin Laura Lackmann ebenfalls ein beachtenswertes Debüt.

Weiterlesen

“Mängelexemplar” von Sarah Kuttner (2009)

© Amazon.de

© Amazon.de

Buchkritik: Die 1979 in Ostdeutschland geborene Sarah Kuttner machte als Viva-Moderation auf sich aufmerksam. Viele Jahre lang war sie nebenbei als Kolumnistin für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress tätig. Das Buch “Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens” (2006) stellt eine Sammlung dieser geschriebenenen Texte dar. Ihr erster Roman “Mängelexemplar” erschien drei Jahre später. Seitdem wurden noch zwei weitere Romane veröffentlicht: “Wachstumsschmerz” (2011) und “180° Meer” (2016).

In ihrem Debütroman erzählt Kuttner von Karo. Diese ist Ende 20, hat gerade ihren Job verloren und führt eine unglückliche Beziehung. Um sich selbst zu helfen, begibt sie sich freiwillig in Therapie und versucht so schnell wie möglich wieder normal zu werden. Doch als die Angstzustände und Panikanfälle immer schlimmer werden, braucht sie die Hilfe von ihrem besten Freund Nelson, ihrer Mutter und Medikamenten. Mit dem Stigma Depression versucht Karo nun wieder ihr Leben aufzubauen.

Weiterlesen