„Trap“ (2022)

Kurzfilm / Russland, Litauen / Fiktion / 2022

Filmkritik: Der Gewinner des diesjährigen ‚Berlinale Shorts‘, kuratiert von Anna Henckel-Donnersmarck, im Rahmen der 72. Berlinale, war der russische Kurzfilm „Trap“ (OT: „Трэп“) von Anastasia Veber, der von der russischen Jugend, ihre Träumen und ihrem Leben erzählt.

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34. Filmfest Dresden 2022

05.-10. April 2022 / Schauburg, Thalia, Lingnerschloss, Neumarkt Open Air, Programmkino Ost, Kino im Kasten, Zentralkino

Festivalbericht: Auch in diesem Jahr fand das Filmfest Dresden (International Shortfilm Festival Dresden) unter nicht optimalen Umständen statt, namentlich Corona und der Russisch-Ukrainische Krieg. Dennoch war es möglich, zum ursprünglichen Termin Anfang April zurückzukehren. Der Open Air Bereich hatte etwas mit dem durchwachsenen Wetter zu kämpfen. In den geschlossenen Räumen sollte Abstand gehalten und Maske getragen werden. Die Gäste haben sich an diesen Wunsch bzw. das Hygienekonzept der Veranstalter gehalten. Der Themenschwerpunkt diesmal war Geschlechtervielfalt und -gerechtigkeit. Unter dem Motto #backtocinema fanden zahlreiche Besucher ihren Weg in die Dresdner Kinos. Insgesamt 199 Veranstaltungen in 13 Spielstätten der Stadt umfasste die 2022er Ausgabe des Filmfests. Kurzfristig wurden zwei Veranstaltungen als Reaktion auf die Situation in der Ukraine ins Festivalprogramm aufgenommen. Neun Goldene Reiter und sieben Sonderpreise wurden vergeben.

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„Don’t Look Up“ (2021)

Filmkritik: Die Satire „Don’t Look Up“ (OT: „Don’t Look Up“, USA, 2021) stammt aus der Hand von Adam McKay, der sich in seinen Filmen immer wieder mit gesellschaftsrelevanten Themen auseinandersetzt, diese gut verpackt und damit den Zuschauer:innen einen Spiegel vorhält. Bei seinem neuesten Film handelt es sich um eine klare Analogie auf die Klimakrise und dieses Mal verzichtet er auf Subtilität.

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„Bird in the Peninsula“ (2022)

Kurzfilm / Japan / Animation / 2022

Filmkritik: Der japanische Filmemacher Atsushi Wada begeisterte bereits mit seinem Kurzfilm „My Exercise“ und konnte schon 2012 mit seinem Kurzfilm „The Great Rabbit“ den Silbernen Bären auf der 62. Berlinale gewinnen. Auch sein neuestes Werk „Bird in the Peninsula“ (OT: „半島の鳥“) wurde im Zuge des ‚Berlinale Shorts‘-Programms lobend erwähnt.

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Im tjg. Dresden: Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel

Aufführungsbericht: Mit einer einstündigen Inszenierung seines Sprachspielbuches feiert das Theater Junge Generation den 100. Geburtstag von Franz Fühmann (1922-1984). Dass der umtriebige Autor heute kaum noch bekannt ist, liegt wohl daran, dass er vom Hörspiel über Erzählungen und Essays bis hin zu Märchen, Wortexperimenten und Gedichten so ziemlich jede Gattung bediente – außer der, die heute am meisten geschätzt wird: dem Roman.

So eine Pflanze habe ich auch! Mitsamt Topf! © tjg. Dresden

Einen erheblichen Teil in Fühmanns Werk bildet Literatur für Kinder. Das für mich beste, das jede Person, die in der Grundschule Deutsch unterrichtet verpflichtend gelesen haben sollte (mit Wissenstest! echt!), ist das Sprachspielbuch mit dem seltsamen Titel „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel“. Mit Lautmalereien, Worträtseln und lustigen Geschichten macht es Lust auf den spielerischen Umgang mit Sprache. Nur: Wie bringt man das auf die Bühne?

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„Belfast“ (2022)

Filmkritik: Der in schwarz-weiß gedrehte Spielfilm „Belfast“ (OT: „Belfast“, UK, 2022) ist der mittlerweile 18. Film des Regisseurs und Schauspielers Kenneth Branagh, den man vor allem durch seine Neuinszenierungen der ‚Agatha Christie‘-Stoffe als Regisseur kennt. Dieser Film ist nun der persönlichste Stoff aus seinem Repertoire und überzeugt als semi-autobiographische Geschichte aus der Zeit der Unruhen in Nordirland.

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„House of Gucci“ (2021)

Filmkritik: „House of Gucci“ (OT: „House of Gucci“, USA, Kanada, 2021) ist der mittlerweile 28. Spielfilm des Regisseurs Ridley Scott und hat es zwar in die 94. Oscarverleihung geschafft, enttäuschte aber nicht nur die Familie Gucci selbst, sondern schaffte es auch nicht, das Publikum mitzunehmen.

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„Aus heiterem Himmel“ von Jon Klassen (2021)

96 Seiten / ab 4 Jahren / NordSüd / 18 €

Nord-Süd-Verlag

Buchkritik: Der Autor Jon Klassen hat mit seiner Hut-Trilogie eine Kinderbuchsparte für sich entdeckt, welche mit einfachen Mitteln große moralische Fragen aufwirft und diese mit seinen eigenen Stil beantwortet. Auch sein neuestes Werk, das 96-seitige Kinderbuch „Aus heiterem Himmel“ (OT: „The Rock from the Sky“) bedient sich dieser bekannten Mischung.

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